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Evangelischer KirchentagKritik an Ausschluss von AfD-Politikern

Nordrhein-Westfalen, Dortmund: Das Programm für den 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag mit rund 2000 Veranstaltungen in Dortmund steht fest. Die rund 2.000 Veranstaltungen stehen unter der biblischen Losung «Was für ein Vertrauen». (Bernd Thissen/dpa)
Evangelischer Kirchentag: Diskussion über Ausschluss von AfD-Politikern. (Bernd Thissen/dpa)

Die Entscheidung des Evangelischen Kirchentages, keine AfD-Politiker einzuladen, wird weiter kontrovers diskutiert.

Der Historiker Wolffsohn sagte im Deutschlandfunk, so schaffe man Märtyrer und beschere der Partei einen Propaganda-Erfolg. Der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland, Claussen, betonte, der Ausschluss sei auch in der EKD sehr strittig diskutiert worden. Aber der Kirchentag sei eine eigenständige Organisation. Claussen betonte zugleich, man wolle bei solch wichtigen Veranstaltungen keine Holocaust-Relativierer auf die Bühne bitten.

Verschiedene AfD-Landtagsfraktionen hatten der evangelischen Kirche vorgeworfen, einseitig zu politisieren. Der Deutsche Evangelische Kirchentag findet vom 19. bis zum 23. Juni in Dortmund statt. Im Unterschied zum Kirchentag in Berlin 2017 und zum Katholikentag 2018 in Münster sind AfD-Vertreter diesmal nicht eingeladen.