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StartseiteSport am Wochenende"Der Schnee liegt heute nicht mehr vor der Haustür"27.10.2018

Ex-Skirennläuferin Hilde Gerg"Der Schnee liegt heute nicht mehr vor der Haustür"

Nach Viktoria Rebensburg kommt lange: nichts. Wieso fahren gerade nicht so viele deutsche Skirennläuferinnen in der Weltspitze mit? "Es war schon mal einfacher, eine breitere Masse an den Skisport heranzuführen", sagte Ex-Skirennläuferin Hilde Gerg im Dlf - und das liege auch am Klimawandel.

Hilde Gerg im Gespräch mit Marina Schweizer

Hilde Gerg wurde 1998 in Nagano Olympiasiegerin im Slalom. (imago sportfotodienst)
Ex-Skiprofi Hilde Gerg wurde 1998 in Nagano Olympiasiegerin im Slalom. (imago sportfotodienst)
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Für den deutschen Nachwuchs im Ski-Alpin-Sport sei es heute schwieriger als noch zu ihrer Zeit als aktive Sportlerin, sagte Hilde Gerg in der Sendung "Sport am Samstag": "Der Schnee liegt nicht mehr vor der Haustür", so die Slalom-Olympiasiegerin von Nagano 1998. "Für mich war das einfach ein Fortbewegungsmittel. Spätestens von Weihnachten bis Ostern konnte man mit den Skiern in die Schule fahren", erklärte die heute 43-Jährige, die in Lenggries in Oberbayern geboren wurde. 

Karrierefaktor Klimawandel?

Heute seien die Bedingungen in ihrer Heimat anders. Auch wenn Gerg den Klimawandel nicht allein für die Nachwuchskrise im deutschen Alpinsport verantwortlich machen will: Für Trainer und Skiclubs sei es früher einfacher gewesen, Jugendliche an den Skisport heranzuführen und letztlich auch an die Weltspitze zu bringen. Denn mehr Athleten bedeuteten mehr Konkurrenz, so Hilde Gerg: "Man puscht sich gegenseitig."

Beim ersten Weltcup-Rennen der Saison hatte Viktoria Rebensburg im Riesenslalom in Sölden das Podest knapp verpasst und landete auf Platz 4 hinter Tessa Worley aus Frankreich, der Italienerin Federica Brignone und US-Star Mikaela Shiffrin. Die anderen deutschen Starterinnen Lena Dürr, Veronique Hronek und Andrea Filser verpassten die Top 30 deutlich.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Deutschlandfunk Kultur macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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