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Experte zu Bahnpreisen"Scheuers Pläne gehen nicht weit genug"

Von ICE 1 bis ICE 4. (Deutsche Bahn AG / Kai Michael Neuhold)
Im Fernverkehr der Bahn sollen die Preise sinken (Deutsche Bahn AG / Kai Michael Neuhold)

Die Pläne von Verkehrsminister Scheuer, Bahn-Fahrkarten billiger zu machen, greifen nach Ansicht von Kritikern zu kurz. Der Verkehrswissenschaftler Holzapfel sprach im Dlf von einer lange überfälligen Maßnahme. Um den Bahnverkehr wie von der Regierung gewünscht bis 2030 zu verdoppeln, seien erhebliche Investitionen nötig. Davon sei bislang aber nichts zu sehen.

Im EU-Vergleich sei Deutschland fast das einzige Land, das volle Steuersätze für Tickets nehme, betonte Holzapfel. Wie bahnfreundlich Scheuer wirklich sei, könne er zeigen, wenn durch sinkende Preise die Nachfrage steige. Dann aber brauche man eben mehr Platz und damit auch mehr Züge.

Auch für die verkehrspolitische Sprecherin der SPD, Lühmann, geht Scheuers Vorschlag nicht weit genug. Lühmann sagte im Deutschlandfunk, der CSU-Politiker müsse endlich ein Gesamtkonzept für den Klimaschutz im Verkehr vorlegen, anstatt immer neue Einzelvorschläge zu machen.

Der Bundesverkehrsminister will Fahrkarten im Fernverkehr der Bahn preiswerter machen. Der Mehrwertsteuersatz auf Bahntickets solle wie im öffentlichen Nahverkehr von 19 auf sieben Prozent gesenkt werden, sagte der CSU-Politiker der "Bild"-Zeitung. Bahnfahrer könnten dadurch um bis zu 400 Millionen Euro pro Jahr entlastet werden.