UntersuchungsausschussExperten: Extremwetter an der Ahr war absehbar

Nach Ansicht von Experten war schon vor der Flutkatastrophe Mitte Juli in Rheinland-Pfalz absehbar, dass es dort zu extremen Wetterereignissen kommen würde.

15.01.2022

Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe im Ahrtal
Der Untersuchungsausschuss will die Flutkatastrophe im Ahrtal aufarbeiten. (Arne Dedert/dpa)
Der Meteorologe Sven Plöger sagte vor dem Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe im Mainzer Landtag, ihm sei zwei Tage zuvor klar gewesen, dass ein extremes Ereignis kommen werde. Allerdings hätte dies auch eine andere Region in Deutschland treffen können. Der Wasserwissenschaftler Jörg Dietrich sagte, ab dem Abend des 12. Juli hätten sich die Vorhersagen konkretisiert. Man habe daher davon ausgehen können, dass ein Hochwasser sehr wahrscheinlich sei. Der Meteorologe Jörg Kachelmann meinte, als sich die Regenfront am 14. Juli auf die Eifel zubewegt habe, sei immer noch genug Zeit gewesen, die betroffenen Ortschaften zu evakuieren.
In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 war es im nördlichen Rheinland-Pfalz zu einer Flutkatastrophe gekommen. Dabei starben 135 Menschen, 134 davon im Ahrtal.