Die Nachrichten

Die Nachrichten

Die Nachrichten

Explosion in St. PetersburgBehörden ermitteln wegen Terrorverdachts

Ein beschädigter U-Bahn-Waggon an der Haltestelle Technologisches Institut in St. Petersburg (AFP)
Ein beschädigter U-Bahn-Waggon an der Haltestelle Technologisches Institut in St. Petersburg (AFP)

Bei der Explosion in der U-Bahn von St. Petersburg sind nach neusten Angaben des russischen Anti-Terror-Komitees elf Menschen getötet worden, gut 40 Verletzte werden noch in den Krankenhäusern behandelt. Die Behörden nahmen Ermittlungen wegen eines möglichen Terroranschlags auf und fahnden nach zwei Verdächtigen.

Zusammenfassung der Ereignisse: Am Nachmittag gegen 14:40 Uhr Ortszeit ereignete sich in einem U-Bahn-Waggon zwischen den Stationen Sennaja Ploschtschad und Technologisches Institut in St. Petersburg eine Explosion. Elf Menschen wurden nach Angaben der russischen Behörden getötet, mehr als 40 verletzt. Etwas später wurde nach Angaben des Nationalen Anti-Terror-Komitees ein Sprengsatz in der Station Ploschtschad Wosstanja entdeckt und entschärft. Die Ermittler fahnden nach zwei Verdächtigen. Sie sprechen von einem Terror-Anschlag, ermitteln aber auch in andere Richtungen. International hat der Anschlag Bestürzung ausgelöst.

Wir beenden damit unseren Live-Ticker. In den Nachrichten halten wir Sie weiter auf dem Laufenden.

+++ 22.15 Uhr Die Zahl der Todesopfer ist auf elf gestiegen. Das teilte das Informationszentrum des staatlichen Anti-Terror-Komitees laut Nachrichtenagentur Tass mit. Weitere 45 Verletzte würden noch in Krankenhäusern behandelt.

+++ 22.13 Uhr Russlands Präsident Putin besucht die Metro-Station, in der sich der Anschlag ereignet hat. Nach Angaben der Agentur Tass legte er dort Blumen nieder.

+++ 20:40 Uhr Bundeskanzlerin Angela Merkel kondoliert dem russischen Präsidenten Putin. In einem Telegramm heißt es: "Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass es sich um einen feigen Anschlag gehandelt hat. Sollte sich dies bewahrheiten, so wäre dies ein barbarischer Akt, den ich aufs Schärfste verurteile und dessen Drahtzieher ermittelt und zur Rechechenschaft gezogen werden müssen." Ihre Gedanken seien bei den Familien der Todesopfer und den Verletzten, schreibt Merkel weiter. 

+++ 20.03 Uhr Die U-Bahnen in St. Petersburg haben den Betrieb wieder aufgenommen. Die Metro der Linie 2, auf der sich die Explosion ereignete, werde allerdings zunächst nur wenige Stationen anfahren, teilte der Betreiber nach Angaben von Interfax mit.

+++ 19.52 Uhr EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zeigt sich "schockiert und betrübt" über den Anschlag. "Leider ist dies nicht das erste Mal, dass die Bürger dieser wunderschönen Stadt eine solche Tragödie erleben mussten" heißt es in einer in Brüssel veröffentlichten Erklärung. "Nichts kann solche barbarischen Handlungen rechtfertigen."

+++ 19.18 Uhr US-Präsident Donald Trump nennt den Anschlag in St. Petersburg eine "schreckliche Sache".

+++ 18:49 Uhr Anders als nach Anschlägen in Paris, Brüssel, London, Istanbul, Jerusalem oder Nizza wird das Brandenburger Tor in Berlin am Abend nicht in den russischen Nationalfarben angeleuchtet. Ein Senatssprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur, St. Petersburg sei keine Partnerstadt Berlins. +++

+++ 18:43 Uhr Nach Informationen der Nachrichtenagentur Interfax sucht die Polizei zwei Verdächtige. Russische Medien hatten bereits Fotos veröffentlicht, mit denen gefahndet wird. Laut dem Nachrichtenportal Fontanka ist auf einem ein Mann mit Bart und Hut zu sehen. +++

Das Foto zeigt einen Verdächtigen nach der Explosion in der St. Petersburger U-Bahn (imago / Russian Look)Das Foto zeigt einen Verdächtigen nach der Explosion in der St. Petersburger U-Bahn (imago / Russian Look)

+++ 18:20 Uhr In St. Petersburg verdichten sich die Hinweise auf einen Terroranschlag. Die Behörden haben mitgeteilt, der entschärfte Sprengsatz in der U-Bahn-Station Wosstaniaja Platz habe bis zu ein Kilogram Sprengstoff und Splitter enthalten. +++

Nach der Explosion in der U-Bahn von St. Petersburg legen Menschen in Moskau Blumen nieder. (IMAGO / ITAR-TASS)Nach der Explosion in der U-Bahn von St. Petersburg legen Menschen in Moskau Blumen nieder. (IMAGO / ITAR-TASS)

+++ 17:53 Uhr Die russischen Behörden haben Ermittlungen wegen eines möglichen Terroranschlags aufgenommen, prüfen aber nach eigenen Angaben weiter andere Ursachen. +++

+++ 17:43 Uhr Die russische Regierung hat weitere Details zu den Opfern bekannt gegeben. Laut der Gesundheitsministerin Weronika Skworzowa zehn Tote. Sieben von ihnen seien vor Ort getötet worden, drei starben später im Krankenhaus bzw. auf dem Weg dorthin an den Folgen ihrer Verletzungen. 39 Verletzte werden den Angaben zufolge in Krankenhäusern behandelt. Das Nationale Anti-Terror-Komitee hatte früher am Nachmittag von neun Toten gesprochen.+++

+++ 17:15 Uhr Nach Einschätzung unseres Russland-Korrespondenten Thielko Grieß sprechen viele Hinweise dafür, dass es sich bei der Tat um einen Terroranschlag handelt. So sei der Sprengsatz mit Schrapnellen versetzt gewesen. Zudem sei er direkt im Zentrum von St. Petersburg explodiert, wo sehr viele Menschen betroffen seien. Ein Bekennerschreiben gibt es bislang allerdings noch nicht. Es ist daher weiter völlig unklar, wer für die Tat verantwortlich ist. 

+++ 16:48 Uhr Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat sich entsetzt über die Explosion in St. Petersburg geäußert. "Neben dem Entsetzen gibt es einfach jetzt nur die große Trauer und das Mitgefühl mit den betroffenen Familien und den Menschen in Russland", sagte er in Luxemburg. Vieles deute auf einen hinterhältigen Anschlag hin. Neben der Bundesregierung sprachen auch NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg und die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini ihr Mitgefühl aus. +++

+++ 16:36 Uhr Nach Informationen der Agentur Interfax ist ein Verdächtiger auf Bildern von Überwachungskameras zu sehen. Der Sprengsatz soll sich in einem Aktenkoffer befunden haben. +++

+++ 16:20 Uhr Das Nationale Anti-Terror-Komitee bestätigt, dass in einer anderen U-Bahn-Station eine Bombe gefunden und entschärft wurde. Das Komitee spricht von neun Toten und 20 Verletzten. +++

+++ 16:10 Uhr Solidarität: Private Transportunternehmen bieten in St. Petersburg kostenlose Fahrten an, berichtet die russische Agentur Tass auf Twitter.

+++ 15:46 Uhr Das russische Anti-Terror-Komitee hat bekannt gegeben, dass die Sicherheitsmaßnahmen für alle "kritischen" Transportmittel verschärft wurden. +++

Aus einem Waggon der Metro in St. Petersburg wurde durch die Explosion eine Tür herausgesprengt.  (imago stock&people)Aus einem Waggon der Metro in St. Petersburg wurde durch die Explosion eine Tür herausgesprengt. (imago stock&people)

+++ 15:37 Uhr Noch ist unklar, was genau passiert ist. Ein Rettungshelfer sagte der Nachrichtenagentur Reuters, es sei ein Sprengsatz in einem Zug explodiert, der zwischen den U-Bahn-Stationen Technologisches Institut und Sennaia Ploschtschad in St. Petersburg fuhr. Die Nachrichtenagentur Interfax berichtet unter Berufung auf Behördenquellen von einem nicht-explodierten Sprengsatz in einer weiteren U-Bahn-Station Ploschtschad Wosstaniaja. +++

+++ 15:15 Uhr Nach Einschätzung unseres Russland-Korrespondenten Thielko Grieß könnte die engmaschige Überwachung mit Videokameras in den russischen Städten zu einer schnellen Aufklärung beitragen. Russland sehe sich selbst im Anti-Terror-Krieg. Das Land habe ein Problem mit radikalisierten Rückkehrern aus Syrien. Zuvor hatte der ARD-Moskau-Korrespondent Hermann Krause erklärt, russische Experten gingen von einem Terror-Anschlag aus. +++

+++ 15:09 Uhr Die Behörden bestätigen zehn Tote und 50 Verletzte durch die Explosion in der St. Petersburger U-Bahn. +++

+++ 14:56 Uhr Die Bundesregierung reagiert mit Bestürzung und spricht den Betroffenen ihr Mitgefühl aus. +++

+++ 14:55 Uhr Putin: Ermittler untersuchen, ob es sich um einen Terroranschlag handeln könnte oder es einen anderen Grund gebe. Der Sprengsatz explodierte laut den Ermittlern zwischen zwei U-Bahnstationen +++

+++ 14:50 Uhr Aktuelle Informationen erhalten Sie auch in einer Sondersendung des Deutschlandfunks, die Sie hier live ab 15:05 Uhr hören können +++

+++ 14:45 Uhr Alle U-Bahnstationen von St. Petersburg sind laut der Nachrichtenagentur Interfax geschlossen +++

+++ 14:40 Uhr Nach jüngsten Berichten soll es auch mindestens 20 Verletzte gegeben haben. Mehrere U-Bahnstationen wurden geräumt.+++ 

+++ 14:33 Uhr Russlands Präsident Putin bestätigt, dass es bei der Explosion in der U-Bahn von St. Petersburg Tote und Verletzte gegeben hat. Er stellte zugleich klar, dass die Ursache noch nicht fest steht. Es werde aber in alle Richtungen ermittelt.+++

+++ 14:30 Uhr Die Nachrichtenagenturen Ria Novosti und Interfax sprechen inzwischen von etwa zehn Toten. Eine offizielle Bestätigung für die Zahl der Opfer gibt es bis jetzt nicht. +++

+++ 14:24 Uhr Die Nachrichtenagentur TASS meldet mehrere Todesopfer.+++

+++ 14:20 Uhr Die Explosion ereignete sich im Zentrum von St. Petersburg. Genaue Angaben zu Opfern gibt es bisher nicht. Eine russische Nachrichtenagentur meldet, dass die Explosion von einer Nagelbombe ausgelöst wurde.+++

+++ 14:00 Uhr Erste Meldungen über eine Explosion in St. Petersburg werden von mehreren Nachrichtenagenturen verbreitet. +++

Nachrichtenportal