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ExtremismusMindestens 24 "Feindeslisten" von politischen Gegnern

Auf einer Computertastatur steht auf einer Taste das Wort "Hass" (imago images / epd)
Auch im Internet sind sogenannte Feindeslisten zu finden (imago images / epd)

Extremisten haben in Deutschland nach Kenntnis der Sicherheitsbehörden seit dem Jahr 2010 mindestens 24 sogenannte Feindeslisten veröffentlicht.

Das berichtet die Zeitung "Die Welt" unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion. Die Dokumente richten sich dem Bericht zufolge gegen politisch und gesellschaftlich engagierte Personen und Organisationen. Die Bundesregierung machte keine Angaben darüber, wer die Listen erstellte. Nach Informationen der Zeitung gibt es sie bei Rechts- und Linksextremisten. Die Feindeslisten enthalten Datensammlungen, etwa von Adressen, aber auch Informationen über persönliche Umstände oder Fotos. Damit verbunden sind laut Bundesregierung ausdrückliche oder subtile Drohungen.

Diese Nachricht wurde am 05.03.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.