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ExtremwetterSeehofer: "Es gibt kein vernüftiges Argument gegen Warnungen per SMS"

Berlin: Horst Seehofer (CSU), Bundesinnenminister, kommt zur Sitzung des Bundestags-Innenausschusses. (Jörg Carstensen/dpa)
Seehofer vor dem Bundestag-Innenausschuss (Jörg Carstensen/dpa)

Warnungen per Handynachricht etwa vor Extremwetter sollen in Deutschland in diesem Jahr möglich werden.

Bundesinnenminister Seehofer bestätigte vor einer Sitzung des Innenausschusses des Bundestags, er habe das so genannte "Cell Broadcasting" auf den Weg gebracht. Es gebe überhaupt kein vernünftiges Argument dagegen. Er gehe davon aus, dass das System noch in diesem Jahr eingeführt werden könne. Der CSU-Politiker räumte ein, dass es in der Bundesregierung vor der Unwetterkatastrophe im Westen Deutschlands Widerstand gegen das System gegeben habe. Details nannte er nicht. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hatte bereits im Frühjahr eine Machbarkeitsstudie zur Warnung per "Cell Broadcasting" in Auftrag gegeben. Dem Vernehmen nach ging es darum, unter anderem das Wirtschaftsministerium davon zu überzeugen.

Beim Cell Broadcasting wird eine Nachricht an alle Handynutzer verschickt, die sich in einer Funkzelle aufhalten.

Diese Nachricht wurde am 26.07.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.