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"F.A.S."Seehofer plante keine "Racial Profiling"-Studie

Polizeibeamte kontrollieren mit einer Hundertschaft im und um den Görlitzer Park in Berlin Kreuzberg mutmaßliche Dealer, um den Drogenhandel einzudämmen. Dabei wird der Park mit Lichtmasten ausgeleuchtet. (imago)
Polizeikontrolle im Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg (imago)

Bundesinnenminister Seehofer hat offenbar nie die Absicht gehabt, eine Studie in Auftrag zu geben, die das sogenannte "Racial Profiling" bei der Polizei untersucht.

Das meldet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" und beruft sich auf mehrere Innenpolitiker der Regierungskoalition. Seehofer habe dies dem Innenausschuss des Bundestages mitgeteilt. Nun prüfe der CSU-Politiker, wie es in seinem Ministerium zu der Ankündigung dieser Studie habe kommen können.

Der CDU-Innenpolitiker Schuster sagte der "F.A.S.", schon der Titel einer solchen wissenschaftlichen Untersuchung wäre einer Vorverurteilung der Polizei gleichgekommen. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums hatte vor einem Monat angekündigt, es werde gemeinsam mit dem Justizressort eine Studie zum "Racial Profiling" in der Polizei konzipiert. Seehofer hatte wenige Tage später dann erklärt, eine solche Untersuchung werde es nicht geben.

"Racial Profiling" bedeutet, Polizeikontrollen durchzuführen, die nur durch äußerliche Merkmale wie die Hautfarbe begründet sind.

Diese Nachricht wurde am 12.07.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.