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Fall SkripalEU-Kommission sagt Großbritannien Unterstützung zu

Die Polizisten in leuchtgelben Warnwesten sind unscharf im Vordergrund zu sehen. Im Hintergrund ein gelb-weißes Zelt, das über den Tatort gespannt wurde und das von blau-weißem Absperrband umgeben ist. (AP)
Ein Polizist und eine Polizistin stehen vor dem abgeriegelten Tatort im britischen Salisbury, an dem am 6.3.2018 ein russischer Ex-Agent und seine Tochter mit Vergiftungserscheinungen aufgefunden wurden. (AP)

Die EU-Kommission hat Großbritannien im Fall des vergifteten Doppelagenten Unterstützung zugesagt.

Vizepräsident Dombrovskis sagte in Brüssel, die EU-Kommission sei sehr besorgt. US-Außenminister Tillerson erklärte, das eingesetzte Nervengift bei dem Anschlag auf den Doppelagenten Skripal und dessen Tochter stamme eindeutig aus Russland. Die britische Premierministerin May hatte im Parlament gesagt, entweder sei Moskau selbst für den Anschlag verantwortlich oder habe zugelassen, dass das Gift in fremde Hände gerate. May forderte eine Erklärung der russischen Regierung bis heute Abend und drohte mit Sanktionen. Das russische Außenministerium wies erneut jegliche Beteiligung an dem Attentat zurück.

Der Grünen-Außenpolitiker Trittin sagte im Deutschlandfunk, er halte eine Beteiligung Russlands an dem Anschlag für sehr wahrscheinlich. Am Ende werde es aber vermutlich nicht gelingen, Ursache und Auftraggeber aufzuklären. Trittin ist Mitglied der deutsch-russischen Parlamentariergruppe.

Skripal und seine Tochter waren vor gut einer Woche bewusstlos auf einer Parkbank im südenglischen Salisbury aufgefunden worden.

Diese Nachricht wurde am 13.03.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.