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Familienministerin Giffey"Gewalt gegen Frauen geht uns alle an"

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (imago / phototek)
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (imago / phototek)

Von häuslicher Gewalt betroffene Frauen sollen nach dem Willen von Bundesfamilienministerin Giffey einen Rechtsanspruch auf Unterbringung in einem Frauenhaus bekommen.

Die SPD-Politikerin sagte im ARD-Fernsehen, im Moment gebe es dafür noch nicht genügend Plätze. Aber perspektivisch solle der Rechtsanspruch geschaffen werden. Der Bund werde in den kommenden Jahren 120 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um Länder und Kommunen beim Bau und Ausbau von Frauenhäusern zu unterstützen.

Giffey äußerte sich am heutigen Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen. In Berlin eröffnete sie die Initiative "Stärker als Gewalt", die bei häuslicher Gewalt Hilfe und Beratung leisten soll. Laut Bundeskriminalamt wurden im vergangenen Jahr rund 140.000 Fälle angezeigt. In mehr als 81 Prozent waren Frauen betroffen, in rund 18 Prozent Männer.

Die französische Regierung will zu einem besseren Schutz von Frauen die Gesetze verschärfen. Laut Ministerpräsident Philippe soll künftig auch psychische Gewalt besser berücksichtigt werden.

Diese Nachricht wurde am 25.11.2019 im Programm Deutschlandfunk gesendet.