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FamilienzusammenführungMehr als 4.000 Afghanen noch ohne Visum

Ulla Jelpke, Die Linke (picture-alliance / dpa / Britta Pedersen)
Ulla Jelpke, Die Linke (picture-alliance / dpa / Britta Pedersen)

Derzeit können mehr als 4.000 Afghanen das Land nicht verlassen, obwohl sie grundsätzlich einen Anspruch auf Familienzusammenführung in Deutschland haben.

Diese Zahlen ergeben sich aus einer Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine Frage der Linken-Abgeordneten Jelpke, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorliegt. Demnach erteilte Deutschland im ersten Halbjahr lediglich 624 Visa an afghanische Staatsangehörige. Auf den Wartelisten standen dem Blatt zufolge zuletzt aber 4.173 Personen, um einen Antrag auf Familienzusammenführung zu stellen. Jelpke sprach von inakzeptzablen Wartezeiten.

Das Recht auf Familienzusammenführung bedeutet, dass ein Flüchtling, der in Deutschland Schutz erhalten hat, enge Angehörige wie Ehegatten oder minderjährige Kinder zu sich holen darf, damit die Familie vereint ist.

Diese Nachricht wurde am 15.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.