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StartseiteCorso"Es gab und gibt einen Trend zur Oberflächlichkeit"15.06.2019

Fatoni hadert auf dem Album "Andorra" mit dem Zeitgeist"Es gab und gibt einen Trend zur Oberflächlichkeit"

Statussymbole spielten im Hip-Hop schon immer eine große Rolle. Inzwischen gibt es aber schon Songs, die aus kaum etwas anderem als den Namen von Luxusartikeln bestehen. Dieser Konsumkult sei eine regelrechte Religion geworden, findet der deutsche Rapper Fatoni.

Anton Schneider alias Fatoni im Corsogespräch mit Fabian Elsäßer

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Der Rapper Anton Schneider alias Fatoni im DLF (Deutschlandradio/Adalbert Siniawski)
Der Rapper Anton Schneider alias Fatoni (Deutschlandradio/Adalbert Siniawski)

Der Münchener Künstler verstand sich schon immer als Gegenentwurf zum klassischen Gangsterrapper. Erst vor drei Jahren entschied er sich allerdings, seinen Beruf als Schauspieler erst einmal an den Nagel zu hängen, um seinen Musikertraum in Vollzeit auszuleben.

Auf seinem soeben erschienenen neuen Album "Andorra" setzt sich das 1985 geborene Multitalent intensiv mit aktuellen Strömungen seines Genres auseinander. Im Song "Clint Eastwood" verwendet er beispielsweise typische Elemente der Stilrichtung "Trap" auf, wie zischelnde HiHat-Sounds und den Gesangseffekt Autotune. 

Wird die Welt wirklich immer dümmer?

In einigen seiner Texte persifliert Fatoni die Konsumverliebtheit anderer HipHop-Künstler, mit der er selbst nichts anfangen kann.

Wir haben noch länger mit Sandra Hüller gesprochen - hören Sie hier die Langfassung des Corsogesprächs

Er frage sich manchmal, ob die Welt immer dümmer werde oder es ihm aufgrund seines fortschreitenden Alters nur so vorkomme, so Fatoni im Corsogespräch. Wahrscheinlich treffe beides zu: "Auf jeden Fall gab und gibt es im Hip Hop einen Trend zur Oberflächlichkeit".

Andere Songs sind wiederum stark autobiographisch geprägt und schildern innere Erschöpfung und Kindheitserlebnisse.   

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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