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StartseiteSport am Wochenende"Sport kann politische Points setzen"30.05.2019

FDP-Politikerin Dassler:"Sport kann politische Points setzen"

Die Sport- und Menschenrechtspolitikerin Britta Dassler von der FDP hat der Bundesregierung eine kleine Anfrage zu den European Games in Weißrussland geschickt. Sie wartet noch immer auf eine Antwort und hält das für einen "Skandal".

Britta Dassler im Gespräch mit Matthias Friebe

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Britta Katharina Dassler, Mitglied der FDP-Bundestagsfraktion in der 19. Legislaturperiode, aufgenommen am 20.10.2017 im Bundestag in Berlin. Foto: Kay Nietfeld/dpa | Verwendung weltweit (dpa)
Die FDP-Politikerin Britta Dassler hat sich bei der Bundesregierung nach den Europaspielen in Weißrussland erkundigt. (dpa)
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"Eine Bundesregierung kann einen Vertreter entsenden, wenn er in dem Land nicht nur die Spiele anschaut, sondern mit den wichtigen, maßgeblichen Leuten kritische Gespräche im Hinblick auf die Verbesserung der Menschenrechtslage führt", so Dassler im Dlf.

Auf die Antwort der Bundesregierung auf ihre kleine Anfrage muss Dassler noch warten, bis nach den Spielen. Die FDP-Politikerin hatte sich erkundigt, ob aus Berlin ein offizieller Vertreter nach Minsk reist und wie die Bundesregierung zu der Lage in Weißrussland steht.

Ihre Fragen beziehen sich zum Beispiel auf die Presse- und Versammlungsfreiheit oder die Rechte von Schwulen und Lesben. Sie selbst wird auf eine Reise zu den Europaspielen verzichten.

Verständnis für Deutsche Athleten

Dafür, dass der Deutsche Olympische Sportbund ein kleines Team von Sportlern zu den European Games schickt, hat Dassler Verständnis: "Sie wollen im Sport Leistung zeigen und das Land repräsentieren und dort ihren Wettkampf bieten."

Bevor sie in den Bundestag gekommen sei, so Dassler, "dachte ich, Sport ist Sport und Politik ist Politik. Jetzt habe ich ganz schnell gelernt, dass Sport auch Politik bedeutet. Mit Sport kann man auch politische Points setzen."

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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