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StartseiteSternzeitFerne Sterne06.04.2002

Ferne Sterne

Vielleicht verbringen Sie dieses Frühjahrswochenende irgendwo auf dem Land - weit entfernt vom Lichteinfluss der Städte. Schon in wenigen Tagen erreicht der Mond seine Neumondphase. Die Nächte sind jetzt also besonders dunkel, weil sein Licht nicht stört. In dieser Dunkelheit strahlen die Sterne wie Diamanten. Sie scheinen so nahe und sind doch so fern. Unser Stern, die Sonne, ist im Durchschnitt 150 Millionen Kilometer von uns entfernt. Licht rast mit einer Geschwindigkeit von knapp 300 000 Kilometern pro Sekunde durch das All. Für den Weg von der Sonne zur Erde benötigt es also etwas mehr als acht Minuten. Der der Sonne nächste Stern Proxima Centauri ist über eine viertel Million mal weiter von uns entfernt als die Sonne - also mehr als vier Lichtjahre. Unter einem Lichtjahr versteht man die Entfernung, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Die derzeit schnellsten Sonden, die von der Erde ins All starten, würden mehr als 75 000 Jahre benötigen, um Proxima Centauri zu erreichen. Wie sieht es bei anderen Sternen aus, die jetzt am Nachthimmel funkeln? Sirius - der hellste Stern der Nacht - steht bei Sonnenuntergang tief im Südwesten. Er ist knapp neun Lichtjahre von uns entfernt. Von Regulus im Sternbild Löwe trennen uns etwa 70 Lichtjahre. Und zu dem blau-weißen Rigel, dem hellsten Stern im Sternbild Orion, sind es sogar mehr als 800 Lichtjahre. Zu ihm ist es also rund 50 Millionen mal weiter als zur Sonne. Die fernsten Sterne, die man noch mit bloßem Auge wahrnehmen kann, sind die Sterne der Andromedagalaxie. Das gemeinsame Licht ihrer vielen Sterne sehen wir sogar noch über eine Entfernung von 2 ¼ Millionen Lichtjahren.

Damond Benningfield

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