Mittwoch, 21.08.2019
 
Seit 10:10 Uhr Länderzeit
StartseiteWirtschaft und GesellschaftEine Fusion, die VW nicht fürchten muss27.05.2019

Fiat Chrysler und Renault Eine Fusion, die VW nicht fürchten muss

In der Automobilindustrie bahnt sich eine Mega-Fusion an: Der italienisch-amerikanische Autobauer Fiat Chrysler will mit seinem französischen Rivalen Renault zusammengehen. Ein sinnvoller Schritt, sagte Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer im Dlf.

Ferdinand Dudenhöffer im Gespräch mit Silke Hahne

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer bei einem Symposium in Bochum am 11.02.2016. (imago stock&people)
Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer hält die Mega-Fusion für durchaus sinnvoll (imago stock&people)
Mehr zum Thema

Paukenschlag in der Autobranche Fiat Chrysler will mit Renault zusammengehen

Betriebsversammlung bei Ford Saarlouis bangt um 1.600 Stellen

Angesichts der hohen Kosten für neue Technologien und autonomes Fahren bleibe kein Stein auf dem anderen in der Autoindustrie, sagte Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer im Dlf. In dem Zusammenhang müssten sich die Konzerne zusammen tun.

Für die beiden beteiligten Unternehmen ergebe sich eine Win-Win-Situation. Für Renault komme eine strategische Komponente hinzu: Denn der Konzern sei nämlich bisher in einer Allianz mit Nissan aus Japan. Die Japaner allerdings verweigerten sich bisher einer Fusion. Für Renault sei es daher gut, einen Ausgleich zu haben. Der Autobauer stärke seine Position gegenüber Nissan ungemein.

Renault und Fiat Chrysler würden bei einer Fusion zum drittgrößten Autobauer der Welt – und damit der Konkurrenz von Toyota und Volkswagen näher kommen. Für VW kein Problem, meint Dudenhöffer, der Konzern müsse sich nicht vor neuer Konkurrenz fürchten. Schwieriger werde es für Ford: Der europäische Teil des Unternehmens baue auch nur für Europa Autos, in den USA stehe das Unternehmen auch nicht stark da. Bei Ford in Europa müsse man sich Gedanken machen, wie es weitergehe. Eigenständig in Europa zu überleben, werde sehr schwer.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk