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StartseiteSport am WochenendeDer Weltverband und die Korruption 08.06.2019

FIFADer Weltverband und die Korruption

Die Wiederwahl von FIFA-Präsident Gianni Infantino ist überschattet worden von Korruptionsvorwürfen gegen Vizepräsident Ahmad Ahmad. Es sei komisch, warum der Weltverband sich in diesem Fall so ungeschickt verhalte. Ahmad sei einer der mächtigsten Funktionäre, sagte FIFA-Kenner Robert Kempe im Dlf.

Robert Kempe im Gespräch mit Astrid Rawohl

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FIFA-Präsident Gianni Infantino winkt beim 69. FIFA-Kongress. Im Hintergrund sind die Fahnen der Mitgliedsverbände zu sehen. (AFP / Franck Fife)
FIFA-Präsident Gianni Infantino (AFP / Franck Fife)
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Infantino habe sich bei seiner Wiederwahl beim FIFA-Kongress als der Erneuerer dargestellt. Außerdem habe er sich als der inszeniert, der das Geld besorgt. Dies sei ihm am Wichtigsten, sagte der sportpolitische Experte, Robert Kempe, im Dlf. 

Infantino habe die Reserven der FIFA erhöht und auch die Einnahmen gesteigert, dies habe das FIFA-Wahlvolk in Entzückung versetzt, sagte Kempe. 

FIFA-Präsident Gianni Infantino und Ahmad Ahmad, Chef des Afrika-Verbandes CAF bei einem Treffen im Februar 2018   (dpa/ picture alliance/ AP)FIFA-Präsident Gianni Infantino und Ahmad Ahmad, Chef des Afrika-Verbandes CAF (dpa/ picture alliance/ AP)

Was den Fall des verdächtigten FIFA-Vizepräsident Ahmad Ahmad angeht, der in Paris von der Polizei verhört worden sei, äußere sich die FIFA nicht. Ahmad steht im Verdacht auf Korruption mit Fördergeldern. Dem Weltverband seien die Vorwürfe seit Monaten bekannt, sagte Kempe und deswegen sei es verwunderlich, dass sich die FIFA nicht äußere. 

Außerdem gebe es Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen Ahmad. "Da steht die Frage im Raum, warum man Ahmad nicht für den Fall der Ermittlungen suspendiere", sagte Kempe.

Die FIFA müsse sich nun fragen, wie sich mit einem ihrer mächtigsten Funktionäre umgeht und mit jemanden, der Gianni Infantino sehr, sehr nahe steht. 

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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