Mittwoch, 23.10.2019
 
Seit 12:00 Uhr Nachrichten
StartseiteSport AktuellKein Konkurrent für Infantino06.02.2019

FIFA-PräsidentschaftswahlKein Konkurrent für Infantino

FIFA-Präsident Gianni Infantino bekommt bei seiner geplanten Wiederwahl im Juni keinen Gegenkandidaten. Die FIFA teilt mit, dass eine entsprechende Frist ausgelaufen ist.

Von Jonas Panning

FIFA-Präsident Gianni Infantino auf einer Pressekonferenz vor der Auslosung der Gruppen für den Confederations Cup 2017.  (dpa / Christian Charisius)
FIFA-Präsident Gianni Infantino steht einer Wiederwahl niemand im Wege. (dpa / Christian Charisius)
Mehr zum Thema

SZ-Redakteur Kistner "Massiver Verdacht" auf Korruption bei FIFA-Chef Infantino

Kistner zum FIFA-Milliardendeal „Zerreißprobe für den Fußball“

FIFA Infantino muss Fakten liefern

FIFA "Stimmt das alles, dann ist es schlimmer als unter Blatter"

Ausverkauf des Weltfußballs "Die FIFA ist der große Verlierer"

Zuletzt hatte nur der ehemalige Schweizer Nationalspieler Ramon Vega mit dem Gedanken gespielt, gegen Infantino anzutreten. Doch dem 47-Jährigen fehlte die notwendige Unterstützung von mindestens fünf Nationalverbänden. Zudem ist in den FIFA-Statuten vorgeschrieben, dass der Präsident innerhalb der letzten fünf Jahre mindestens zwei im Fußball aktiv gewesen sein muss. Auch diese Voraussetzung konnte Vega offenbar nicht erfüllen.

Rückendeckung von großer Mehrheit der Mitgliedsländer

Damit steht einer Wiederwahl von Infantino beim FIFA-Kongress Anfang Juni in Paris nichts entgegen. Richtig in Gefahr war sie ohnehin nicht. Erst letzte Woche hatten die Nationalverbände aus Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik angekündigt, für Infantino stimmen zu wollen. Der war denen zuletzt häufiger entgegen gekommen, zum Beispiel mit einer Erweiterung der WM-Endrunde auf 48 Mannschaften. Ohnehin steht ein Großteil der 211 FIFA-Mitgliedsländer hinter ihm.

Intransparenter Führungsstil

Kritik an Infantino kommt unter anderem aus Europa. Der europäische Fußballverband UEFA und der Deutsche Fußball-Bund werfen ihm vor, im Zusammenhang mit einer weltweiten Nations League und der Reform der Klub-WM nicht über ein mysteriöses Milliarden-Angebot aufzuklären. Der 48-Jährige ist seit drei Jahren im Amt. Schon letzten Sommer hatte er angekündigt, erneut zu kandidieren.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk