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Filmförderung Hamburg Schleswig-HolsteinVerpflichtende Diversity-Fragebögen für Drehbuch, Regie und Produktion

Eine Mutter kümmert sich fürsorglich um ihr Baby, während der Vater gähnend daneben sitzt. (imago)
Die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein will mit einem Fragebogen Filmschaffende für Rollenklischees sensibilisieren. (imago)

Die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) will gegen Klischees und stereotype Rollenbilder in Filmen vorgehen.

Deshalb hat sie als bundesweit erste Filmförderung eine verpflichtende Checkliste rund um das Thema Diversität entwickelt. Alle Filmemacher müssen den Fragebogen für die Beantragung von Fördermitteln ausfüllen.

FFHSH-Sprecherin Claudia Hartmann sagte, die Filmförderung wolle so verstehen, warum Regisseure ihre Rollen mit bestimmten Schaupielern und Schauspielerinnen besetzten und den Stoff auf eine bestimmte Weise entwickelt hätten. So könne man auch nachvollziehen, wenn ein Film aus inhaltlichen Gründen in einigen Fällen eben nicht divers besetzt sei. Hartmannn sagte, je diverser ein Film sei, desto besser sei er meist auch. Das habe die Erfahrung der Filmförderung in den vergangenen Jahren gezeigt.

FFHSH-Geschäftsführer Helge Albers sagte der Deutschen Presse-Agentur, man wolle in erster Linie die Drehbuchautoren, Produzenten und Regisseure sensibilisieren. Es gehe darum, eine vielfältige, multikulturelle Gesellschaft modern und in all ihren Facetten auf der Leinwand sehen. Man wolle erreichen, dass mehr Vielfalt gefilmt und solche Geschichten erzählt würden, die sonst ungehört blieben. Gleichzeitig sei es an der Zeit, unbewusste Vorurteile und Klischees zu hinterfragen. Deshalb müssten die Filmemacher von nun an Stellung zu den Themen, Rollen und Besetzungen ihres Filmes beziehen.