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StartseiteMusikszeneMusik ab!12.03.2019

Filmmusik als Live-EventMusik ab!

Vom Stummfilm mit Klaviermusik für Nostalgiker zum Live-Konzert eines groß besetzten Orchesters mit Chor. Filmmusik genießt eine neue Aufmerksamkeit und führt damit ganz andere Publikumsschichten zu einem Sinfonieorchester-Klangerlebnis. Momentaufnahme eines Revivals.

Von Jochanan Shelliem

Auf eine Leinwand wird der Film "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" projiziert, davor sitzt ein Orchester und spielt die Filmmusik live. (Patrick Pleul / dpa picture alliance)
In der Adventszeit besonders beliebt: Der Film "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" aufgeführt mit live gespielter Filmmusik, hier vom Filmorchester Babelsberg. (Patrick Pleul / dpa picture alliance)
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"Ich finde es beeindruckend und unvergleichlich, hier zu sein. Man schaut einfach mehr aufs Orchester als auf den Film", sagt eine Zuschauerin. Den Film "Der Herr der Ringe - Die zwei Türme" kennt sie auch schon. Die Filmmusik live zum Film zu hören, passend zu den Szenen, das ist an dem Abend in der Festhalle Frankfurt das Besondere. Mit dem Erfolg der Filmmusik von "Fluch der Karibik" hat vor einigen Jahren eine neue Aufmerksamkeit für die Szenenmusik eingesetzt. Solche Events, bei denen der Film auf einer Großleinwand gezeigt wird, und eingroßes  Orchester live dazu spielt, sind eine logische Folge davon. Orchestermusiker sind verblüfft, vor einem solchen Publikum haben sie noch nie gespielt. Generationenübergreifend genießen ganze Familien die Auftritte großkalibriger Sinfonieorchester zur Großprojektion opulenter Filme. Was die einen als soziale Erweiterung eines jungen Publikums im klassischen Konzertbetrieb bejubeln, beschimpfen andere als profanen Marketing-Gag. Welche Entwicklungen haben stattgefunden? Welchen Mehrwert hat die Mischform für die Konzertkultur, welche Auswirkungen das neue Publikum? Unser Autor hat sich auf die Spurensuche begeben.

Der Pianist Joachim Bärenz sitzt am Klavier, blickt auf die Tasten. (Matthias Fetzer)Joachim Bärenz trug zur Renaissance der Stummfilme in den 1970ern bei und ist Deutschlands dienstältester Stummfilmpianist. (Matthias Fetzer)

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