Die Nachrichten

Die Nachrichten

Die Nachrichten

Flucht in die EUImmer mehr Migranten über die Ägäis

Ein Boot mit Flüchtlingen erreicht den Lerapetra Hafen vor der griechischen Insel Kreta am 27. November 2014. (picture alliance / dpa / Rapanis Stefanos)
Ein Boot mit Flüchtlingen erreicht den Lerapetra Hafen vor der griechischen Insel Kreta am 27. November 2014. (picture alliance / dpa / Rapanis Stefanos)

Die Zahl der Flüchtlinge, die ihren Weg in die EU über die Türkei nach Griechenland suchen, wächst weiter. Gegenüber dem Vorjahr kamen im ersten Quartal fast viermal so viele Migranten. Die meisten stammen aus Syrien. In Griechenland kapitulieren einige Behörden bereits.

Insgesamt seien im Januar, Februar und März 10.445 Migranten aufgegriffen worden, teilte die griechische Küstenwache mit; im ersten Quartal 2014 waren es noch 2.863. Allein gestern waren auf den griechischen Ägäisinseln Lesbos, Chios, Agathonisi, Kos und Rhodos knapp 500 Menschen angekommen.

Die Verbände der Beamten von Polizei- und Küstenwache appellierten ebenfalls gestern an die Regierung in Athen, nicht noch mehr Migranten aufzunehmen. "Wir heben die Hände hoch", hieß es in einer Erklärung der Polizeibeamten der Insel Kos.

Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass dort im Hof der Polizei- und der Küstenwachestationen Hunderte Migranten - darunter zahlreiche Kleinkinder - auf der Erde schlafen. Das Militär brachte nach Medienberichten Zelte, um die Menschen unterzubringen.

Zehntausende warten noch in der Türkei

In der Westtürkei warten nach Schätzungen der griechischen Küstenwache Zehntausende Migranten auf eine Gelegenheit, nach Griechenland und damit in die EU zu kommen. Rund 300.000 Flüchtlinge sollen sich bereits in Griechenland aufhalten.

Am Dienstag hatte die türkische Küstenwache vor der Küste der Halbinsel Datca die Leichen von acht Flüchtlingen geborgen.

Auch in Italien kamen am Wochenende wieder mehr als 1.500 Migranten an, die von Küstenwache und Marine in Sicherheit gebracht werden mussten.Die Menschen hatten sich von Libyen aus auf den Weg nach Europa gemacht und waren dann in Seenot geraten.

(bor/tj)

Weiterführende Information

Nachrichtenportal