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Flucht und MigrationLager auf Gran Canaria geräumt

Rund 500 Migranten aus einer Gruppe von 1334, die aus verschiedenen Booten gerettet wurden, warten darauf, vom Hafen von Arguineguin in die Notunterkünfte des Roten Kreuzes gebracht zu werden, wo sie vom spanischen Roten Kreuz und der nationalen Polizei i (AFP / Desiree Martin )
Hunderte Migranten werden auf Gran Canaria aus einem Auffanglager gebracht. (AFP / Desiree Martin )

Die spanischen Behörden haben ein umstrittenes Lager für Flüchtlinge und Migranten auf den kanarischen Inseln abgerissen.

Alle 830 auf Gran Canaria festgehaltenen Personen seien in andere Einrichtungenwie Kasernen und Hotels gebracht worden, bestätigten Regierungssprecher auf den Kanaren. Auf das spanische Festland hat die Regierung bislang nur wenige Menschen gelassen, vor allem Frauen, Minderjährige und einige Asylsuchende.

Mehrere Migranten in dem Lager auf Gran Canaria waren positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie verließen als letzte das Lager und befinden sich nun in Quarantäne. Die Zustände im Flüchtlingscamp waren immer wieder angeprangert worden. Menschenrechtler sprachen von unzureichender Versorgung der Menschen und fehlenden Sanitäreinrichtungen.

Diese Nachricht wurde am 30.11.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.