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FlüchtlingeEU berät über umstrittenen Verteilschlüssel

Ein Schild mit der Aufschrift "Bundesrepublik Deutschland" an der Autobahn bei Aachen. (picture alliance / dpa/ Oliver Berg)
Die Bundesregierung führt vorübergehend wieder Grenzkontrollen ein - zunächst an der Grenze zur Österreich. (picture alliance / dpa/ Oliver Berg)

Die Innenminister der Europäischen Union beraten heute in Brüssel über eine gerechtere Verteilung der Flüchtlinge.

Auf dem Tisch liegen Vorschläge der EU-Kommission, wie die bis zu 160.000 Menschen umgesiedelt werden können, die in Griechenland, Italien und Ungarn angekommen sind. Widerstand kommt unter anderem von den Regierungen Polens, Tschechiens und der Slowakei.

Auch die Wiedereinführung der Kontrollen an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich dürfte zur Sprache kommen. Die EU-Kommission deutete Verständnis für den Schritt an. Kommissionspräsident Juncker rief aber dazu auf, möglichst schnell zum Prinzip der offenen Grenzen zurückzukehren. Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR warnte die EU vor einem Flickenteppich verschiedener Regelungen. Die Flüchtlinge gerieten dadurch in eine rechtliche Grauzone.

Die Bundespolizei hatte am Abend mit den Kontrollen begonnen. Nach Angaben von Korrespondenten wurden Straßensperren errichtet, um Autofahrer besser überprüfen zu können.