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FlüchtlingeKein Durchbruch bei EU-Debatte über Umverteilung

Flüchtlinge am Montag an der Grenze zwischen Ungarn und Österreich (dpa / picture-alliance / Roland Schlager)
Flüchtlinge an der Grenze zwischen Ungarn und Österreich (dpa / picture-alliance / Roland Schlager)

Bei dem Sondertreffen der EU-Innenminister zur Flüchtlingskrise ist kein Durchbruch in Sicht.

Der luxemburgische Ratsvorsitz schlug Korrespondenten zufolge in Brüssel vor, die Debatte über die Verteilung von bis zu 160.000 Menschen auf den Oktober zu vertagen. Vor allem osteuropäische Länder wie Polen und Ungarn sind gegen die Quotenregelung. Sie sehen darin einen zusätzlichen Anreiz für Flüchtlinge, nach Europa zu kommen. Deutschland und Frankreich fordern dagegen konkrete Beschlüsse. Innenminister de Maizière sagte in Brüssel, man habe keine Zeit zu verlieren.

Die österreichische Ressortchefin Mikl-Leitner machte die Bundesregierung mit verantwortlich für das Ausmaß der Krise. Nach der deutschen Zusage, Syrer aufzunehmen, hätten sich tausende Menschen auf den Weg gemacht, sagte sie.

Ähnlich wie Deutschland wollen auch Österreich und die Slowakei ihre Grenzen wieder kontrollieren. Die Niederlande kündigten ebenfalls eine Verschärfung an. Ungarn schloss inzwischen den Hauptübergang an der serbischen Grenze, wie Agenturen berichten.