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StartseiteNachrichten vom 14.09.2015Österreich und Litauen kritisieren Deutschland

Flüchtlinge Österreich und Litauen kritisieren Deutschland

Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. (pa/dpa)Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner macht die Bundesregierung mit verantwortlich für das Ausmaß der Flüchtlingskrise. (pa/dpa)

In der Europäischen Union wird zum wiederholten Male Kritik an der deutschen Flüchtlingspolitik laut.

Die österreichische Innenministerin Mikl-Leitner machte die Bundesregierung am Rande eines Sondertreffens in Brüssel mit verantwortlich für das Ausmaß der gegenwärtigen Krise. Nachdem Kanzlerin Merkel die Aufnahme von Syrern zugesichert habe, hätten sich tausende Menschen auf den Weg gemacht. Der litauische Außenminister Linkevicius sprach in Vilnius von einer Art "Einladung" an Flüchtlinge. Diese Politik müsse überarbeitet werden, forderte er.

In Brüssel beraten die Innenminister der Mitgliedsländer über einen Vorschlag der EU-Kommission, bis zu 160.000 Menschen neu auf die Mitgliedstaaten zu verteilen. Bisher halten sie sich in Ungarn, Italien und Griechenland auf. Zu den Kritikern einer solchen Quotenlösung gehören mehrere osteuropäische Länder, darunter auch Polen.

Nach dem Vorbild Deutschlands führten Österreich und die Slowakei wieder Grenzkontrollen ein. Auch die Niederlande kündigten an, stichprobenartig kontrollieren zu wollen. Auf Autobahnen in Österreich kam es wegen der deutschen Kontrollen teilweise zu langen Staus.

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