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FlüchtlingePolen lehnt vor EU-Treffen Aufnahmequoten weiter ab

Polens Premierministerin Ewa Kopacz spricht im Parlament in Warschau.  (picture alliance / dpa / Radek Pietruszka)
Polens Ministerpräsidentin Ewa Kopacz. (picture alliance / dpa / Radek Pietruszka)

Die EU-Staaten beraten in einer Sondersitzung über die Umverteilung von Flüchtlingen.

Die Bundesregierung äußerte sich vor dem Innenminister-Treffen in Brüssel skeptisch über die Erfolgschancen. Europa-Staatsminister Roth sagte, es gebe immer noch eine Reihe von Ländern, die sich einer solidarischen Lösung versperrten. Die EU-Kommission schlägt vor, bis zu 160.000 Menschen auf die Mitgliedstaaten zu verteilen, die sich in Ungarn, Italien und Griechenland aufhalten. Zu den Kritikern einer solchen Quotenlösung gehören mehrere osteuropäische Länder, darunter auch Polen. Ministerpräsidentin Kopacz bekräftigte in Warschau, ihr Land werde keinem Automatismus zustimmen. Nach dem Kommissionsplan müsste Polen gut 9.000 Menschen aufnehmen.

Nach dem Vorbild Deutschlands führten auch Österreich und die Slowakei wieder Grenzkontrollen ein. Begründet wird dies mit der hohen Zahl von Flüchtlingen, die an den Grenzen ankommen.