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FlüchtlingeUNO-Menschenrechtskommissar warnt EU vor illegalen Abschiebungen

Hussein spricht und gestikuliert vor einem Mikrofon. Im Hintergrund ein hellblau-weißer Backdrop mit dem Logo der UNO. (DPA / EPA / MARTIAL TREZZINI)
Der UNO-Hochkommissar Zeid Ra'ad al Hussein am 16.10.2014 bei einer Pressekonferenz in Genf. (DPA / EPA / MARTIAL TREZZINI)

Der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Hussein, hat die EU vor kollektiven und willkürlichen Abschiebungen von Flüchtlingen gewarnt.

Er sagte in Genf, das geplante Abkommen mit der Türkei könne zu einem solchen illegalen Vorgehen führen. Hussein rief die Europäer dazu auf, die vorgesehenen Maßnahmen zu überdenken und sich an internationale Garantien zum Schutz der Menschenrechte zu halten.

Ankara hatte auf dem Sondergipfel in Brüssel unter anderem zugesagt, neue, irreguläre Migranten zurückzunehmen, die von der Türkei aus nach Griechenland übersetzen. Über den Plan beraten die EU-Innenminister bei ihrem Treffen in Brüssel. Der luxemburgische Ressortchef Asselborn forderte, die Lage der Flüchtlinge am Grenzübergang Idomeni zwischen Griechenland und Mazedonien zu verbessern, wo immer noch tausende Menschen ausharren. Hilfsorganisationen warnten vor einer humanitären Katastrophe.