Dienstag, 22.06.2021
 
Seit 16:35 Uhr Forschung aktuell
StartseiteNachrichten vom 24.10.2016Ramelow stellt Berichte über Anstachelung durch Schaulustige in Frage

Flüchtlings-Suizid in Schmölln Ramelow stellt Berichte über Anstachelung durch Schaulustige in Frage

Ein Wohnblock im thüringischen Schmölln, in dem eine Flüchtlingsunterkunft eingerichtet wurde. (picture alliance / dpa / arifoto UG)Nach dem Sprung eines afrikanischen Flüchtlings aus dem fünften Stock einer Flüchtlingsunterkunft wird ermittelt, ob Anwohner ihn zum Suizid ermuntert haben. (picture alliance / dpa / arifoto UG)

Nach dem Suizid eines Flüchtlings in Schmölln hat der thüringische Ministerpräsident Ramelow Berichte in Zweifel gezogen, wonach Anwohner den Mann zu der Selbsttötung ermuntert hätten.

Der Linke-Politiker sagte im Deutschlandfunk, jüngste Erkenntnisse der Ermittler deuteten auf ein anderes Geschehen hin. Demnach hätten Nachbarn den jugendlichen Afrikaner möglicherweise lediglich auffordern wollen, in das ausgebreitete Sprungtuch der Feuerwehr zu springen. Zuvor war in Medien berichtet worden, Schaulustige hätten den Mann mit Rufen zu dem Suizid angestachelt. Ramelow sagte, beschämend sei das zustimmende und fremdenfeindliche Echo in den sozialen Medien auf diese angeblichen Zurufe. - Der Jugendliche war am Freitag aus dem fünften Stock seiner Unterkunft gesprungen.

Weitere Nachrichten

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk