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StartseiteDeutschlandfunk - Der PolitikpodcastBrexit: Aufpolieren statt neu verhandeln11.12.2018

Folge 72Brexit: Aufpolieren statt neu verhandeln

Den Haag – Berlin – Brüssel – Theresa May ist – wie die Briten sagen - auf dem Kontinent unterwegs. Sie will letzte Zugeständnisse herausholen, um den Brexit-Deal vielleicht doch noch im Londoner Unterhaus durchzubringen. Peter Kapern, EU-Korrespondent in Brüssel, Friedbert Meurer (DLF London) und Theo Geers (Berlin) diskutieren, ob diese Betteltour das drohende Brexit-Chaos noch abmildern könnte.

Theresa May spricht im House of Commons. (PA via AP)
Theresa May im House of Commons (PA via AP)

Theresa May in höchster Not: Zuhause im Londoner Untehaus eine krachende Niederlage über den Brexit-Deal vor Augen und auf dem Kontinent null Bereitschaft, eben diesen Deal noch einmal aufzuschnüren. In dieser Situation hat sie sich selbst nach Berlin,  Brüssel und nach Den Haag eingeladen. Doch sie wird – was den Brexitvertrag betrifft - mit leeren Händen nach London zurückkehren, "drin" sind bestenfalls einige kosmetische Korrekturen an den Politischen Erklärung zum Brexitvertrag.  Die EU wird darin noch einmal hoch und heilig versprechen, in der fast zweijährigen Übergangsphase nach dem Brexit im März wirklich ernsthaft mit London über einen neuen Vertrag zu verhandeln, der das künftige Nebeneinander regelt.  Aber die Skepsis bleibt, ob dieses Ehrenwort reicht, um die Brexit-Abstimmung im Londoner Unterhaus noch zu drehen. Andererseits wäre aber auch nichts mehr so wie bisher, wenn die Briten doch noch einen Rückzieher vom Brexit machten. Also bleibt nur: Die Briten müssen jetzt erst mal schmecken, was sie sich eingebrockt haben, um dann vielelicht geläutert und geheilt von der englichen EU-Krankheit zurück zu kommen.

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