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StartseiteWissenschaft im BrennpunktEin Jahr allein zu Haus?02.04.2021

Forschen in Corona-ZeitenEin Jahr allein zu Haus?

Die Labore geschlossen, Tagungen und Expeditionen abgesagt - was Corona-Pandemie und Lockdown für den Wissenschaftsbetrieb bedeuten, darüber haben wir vor einem Jahr berichtet. Jetzt sprechen wir unsere Protagonisten noch einmal - virtuell, versteht sich. Was ist aus ihren Projekten geworden?

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Eine Frau arbeitet im Homeoffice an ihrem Schreibtisch (dpa / picture alliance / Sebastian Gollnow)
Die Corona-Einschränkungen gehen weiter - und weiterhin ist auch die wissenschaftliche Arbeit betroffen (dpa / picture alliance / Sebastian Gollnow)
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Paläoanthropologie Live-Ausgrabung menschlicher Fossilien in Südafrika

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Nach australischen Buschbränden Corona-Restriktionen verhindern Hilfe für Tiere und Pflanzen

Mit Beiträgen und Tönen von Benjamin Breitegger, Frank Grotelüschen, Piotr Heller, Anneke Meyer, Magdalena Schmude und Michael Stang.

Redaktion und Produktion: Christiane Knoll

Als die erste Welle der Corona-Pandemie über die Forschungsinstitute rollte, da traf es manchen hart: Biologinnen mussten ihre Feldforschung einstellen. Der Chefepidemiologe von Ghana sorgte sich um die Kinder, die nicht mehr gegen Masern und Polio geimpft werden konnten, und ein Berliner Tierarzt um die Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns. Was ist aus all den Projekten im Leerlauf geworden? Ein Jahr nach Beginn des ersten Lockdowns sprechen wir unsere Protagonisten noch einmal - virtuell, versteht sich.

Soviel vorweg: Die beiden letzten Nashorn-Damen ihrer Art haben das Jahr überlebt. Und Viola Priesemann, die junge Physikerin, die ihre simulierten Nervennetze als Blaupause für die Ausbreitung der Viren nutzen wollte, gehört heute zu den bekannten Modellierern der Pandemie. Für die Forschung war es ein schwieriges, aber ganz bestimmt kein verlorenes Jahr.

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Ein Beitrag von Benjamin Breitegger

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Die Corona-Pandemie hat die Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns in ihrem Zeitplan zurückgeworfen. Doch die Ranger in Kenia haben den Schutz von Nayin und Fatu, den letzten beiden Nashorndamen ihrer Art, aufrechterhalten - trotz fehlender Einnahmen.
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