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ForscherKlimawandel wird für Jüngere "lebensbestimmend"

Zahlreiche Demonstrantinnen und Demonstranten gehen durch die Straßen und halten ein Transparent vor sich. (imago)
Fridays for Future: Die schwedische Aktivistin Thunberg beim Klimaprotest in Hamburg (imago)

Der Klimaforscher Carl-Friedrich Schleußner hält die Klimaproteste von Schülerinnen und Schülern für ein "sehr berechtigtes Anliegen".

Schleußner forderte im Deutschlandfunk, ihre Interessen endlich ernst zu nehmen. Denn der Klimawandel werde sie viel stärker betreffen als Menschen in bereits fortgeschrittenem Alter. Für die ältere Generation stellten die Klimafolgen eher eine "hypothetische Frage" dar, meinte der Wissenschaftler von der Berliner Denkfabrik Climate Analytics. Für die Jüngeren seien sie dagegen "sehr konkret und lebensbestimmend".

Schleußner erläuterte, ein heute 16-Jähriger werde bei einer Fortsetzung der aktuellen Klimapolitik fast die Hälfte seines Lebens mit einem Temperaturanstieg von zwei Grad verbringen. Damit werde er Hitzeextremen wie im vergangenen Sommer nicht nur alle vier bis fünf, sondern eher alle zwei Jahre ausgesetzt sein. Mit etwas Glück werde er noch ein intaktes tropisches Korallenriff sehen können, seine Kinder aber schon nicht mehr.