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ForstwirtschaftWälder in Nordrhein-Westfalen leiden noch stärker

Besorgniserregend ist der Zustand des Deutschen Waldes. (imago stock&people)
Schlechter Zustand des Waldes in NRW - Archivbild (imago stock&people)

In Nordrhein-Westfalen leiden die Wälder immer stärker unter Trockenheit und Schädlingen.

Das geht aus dem Waldzustandsbericht 2020 hervor, den Umweltministerin Heinen-Esser in Düsseldorf vorstellte. Demnach ist der Anteil der erheblich geschwächten Bäume von 42 auf 44 Prozent gestiegen. Experten können dies anhand der lichten Baumkronen nachweisen. Als Konsequenz richtet das Land seine Förderung für private Waldbesitzer auf klimastabile Mischwälder aus. Nadelholz-Monokulturen hätten keine Zukunft, betonte die CDU-Politikerin. Über 60 Prozent des Waldes in NRW sind in Privatbesitz.

Naturschutzverbände forderten, dass das Land NRW in den eigenen Staatswäldern Vorreiter für eine natürliche Waldentwicklung sein müsse.

Am stärksten betroffen von Dürre und Borkenkäfern ist die Fichte, die nur ein flaches Wurzelsystem hat. Ohne ausreichend Wasser hat sie keine Möglichkeit, sich mit Harz gegen den Borkenkäfer zu wehren. Auch der Zustand der Buche hat sich verschlechtert. Durch die Trockenheit kommt es vor allem in alten Beständen, zunehmend aber auch in mittelalten Beständen zum Absterben von Bäumen.

Diese Nachricht wurde am 21.11.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.