Dienstag, 12.11.2019
 
StartseiteAtelier neuer MusikSerenade für H.E.02.11.2019

Forum neuer Musik 2010 Serenade für H.E.

Während der Matinee in der Kölner Musikhochschule kam es im Frühjahr 2010 zu einem Streit: Wem gehört heute die Neue Musik aus der Ex-DDR? Wäre es nicht an der Zeit, sie den Lordsiegelbewahrern von gestern aus den Händen zu nehmen und sie im heutigen Deutschland neu zum Klingen zu bringen?

Am Mikrofon: Frank Kämpfer

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
(Team Kammermusiksaal )
Premiere im Deutschlandfunk Kammermusiksaal: das ensemble 20/21 beim Forum neuer Musik 2010 (Team Kammermusiksaal )

Reiner Bredemeyer
Serenade Nr. 3 für H.E. (Ausschnitt)

Friedrich Goldmann
Lento-Szene

Jörg Herchet
Komposition für Oboe, Englischhorn, Klavier, Bratsche, Violoncello und Kontrabass, Posaune und Schlagzeug Nr. III  (Ausschnitt)

Niklas Seidl
Knolle. "Wie in alten Zeiten: Hier kann man noch mit DM bezahlen!"

ensemble 20/21
Leitung: David Smeyers

Mitschnitt vom 10.4.2010 im Deutschlandfunk Kammermusiksaal

Die avancierte Jugend und die Musikstädte Köln, Leipzig, Amsterdam und Warschau zusammen zu denken und zwischen ihnen Brücken zu schlagen, war Motto und Intention des Kölner Forums neuer Musik 2010. Erstmals war hier das von David Smeyers geleitete ensemble 20/21 am Start - mit einem innovativen pädagogischen Konzept, das ein Projekt der Vergangenheit wiederentdeckte und vergegenwärtigte. 

Die Studierenden der Kölner Musikhochschule begaben sich thematisch auf Spurensuche: Sie erkundeten die legendäre Gruppe Neue Musik "Hanns Eisler" Leipzig und rekapitulierten musikalisch, was jene anderen damals in ihrer Jugend im Osten darboten. Eine heute junge Generation verlebendigte vierzig Jahre danach, wie unverbraucht, frisch und substanziell Werke von Friedrich Goldmann, Friedrich Schenker und Reiner Bredemeyer zu ihrer Zeit waren. H.E. (die Initialen meinen Hanns Eisler) stand geistig Pate dafür. Niklas Seidl komponierte im Auftrag des Deutschlandfunks dazu eine musikalische Referenz.

Diese Sendung finden Sie nach Ausstrahlung 30 Tage lang in unserer Mediathek.

 

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk