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StartseiteForum neuer Musik 2018Programm am Festivalsamstag14.04.2018

Forum neuer Musik 2018Programm am Festivalsamstag

Am dritten Festivaltag wirft das ensemble 20/21 Blicke auf Initiativen und Auswirkungen der 68er-Bewegung - angereichert von zahlreichen neuen Werken. In der Kunst-Station Stankt Peter wird das Schaffen des musikalischen Nonkonformisten Hans-Joachim Hespos gewürdigt.

(Deutschlandradio)
Am dritten Tag sind wir zu Gast im Alten Pfandhaus und in der Kunst-Station Sankt Peter Köln (Deutschlandradio)
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Eintritt je Konzerttag im Deutschlandfunk:
15 Euro, ermäßigt 12 Euro

Vorbestellung
veranstaltung@deutschlandfunk.de

Vorbestellte Karten sind ab 30 Minuten vor Konzertbeginn ohne weitere Bestätigung an der Konzertkasse im Funkhaus bzw. in der Kunst-Station Sankt Peter hinterlegt. Das Alte Pfandhaus hat eine eigene Abendkasse.

Zu den Lectures und Gesprächen ist der Eintritt frei.

Das ganze Programm auf einen Blick (PDF)

Kunst-Station Stankt Peter Köln - 13:00 Uhr - Konzert

Hans-Joachim Hespos während einesPodiumsgesprächs an der Folkwang Universität der Künste (8. Juni 2010) (Stefan Drees)Komponist Hans-Joachim Hespos (Stefan Drees)

weichstille - brüllend

Hans-Joachim Hespos zum 80. Geburtstag

Enikö Ginzery, Cimbalom
Dominik Susteck, Orgel

Er ist ein Mann der Extreme: ganz laut oder ganz leise, übermenschliche Virtuosität oder Stillstand. Opposition und Störung gehören zu Hans-Joachim Hespos' musikalischem Grundwortschatz. Doch sein Protest ist nicht zerstörerisch. Im Gegenteil: Er will damit die Musik vor der Belanglosigkeit retten.

Dominik Susteck vor der Orgel in der Kunst-Station Sankt Peter in Köln (Deutschlandradio / Tomek Kujawinsky)Dominik Susteck vor der Orgel in der Kunst-Station Sankt Peter in Köln (Deutschlandradio / Tomek Kujawinsky)Musikinstrumente sollen nicht sauber oder brillant klingen. Sie sollen leben. Daher denkt Hespos sie in ihren materiellen Urzustand zurück: Die Geige ist "Pferdehaar auf Katzendarm", die Orgel ist "ein Haufen Knochenflöten". Als Skelett entfaltet die "Königin der Instrumente" in Werken wie "Traces de…" oder "Sns" nicht nur neue Klänge und Kräfte, sondern auch einen neuen Sinn.

Enikö Ginzery (Jan Varchola)Enikö Ginzery (Jan Varchola)Anders - oder mit Hespos gesprochen: "neuAnders" - klingt bei ihm auch das Cimbalom. Mit außergewöhnlichen Techniken und grenzgängerischer Virtuosität bringt er in "Santur" und "Tambal" die hartnäckigen folkloristischen Anklänge zum Verschwinden und legt in den klanglichen Extremen eine ungekannte, elementare Stimme des Instruments frei.

Altes Pfandhaus, Köln - 19:30 Uhr - Konzert

The Times, Are They a-Changin’?

Jubiläumskonzert ensemble 20/21 der Hochschule für Musik und Tanz Köln

Werke von:
Steve Reich, Bob Dylan, Igor Santos, Farzia Fallah (UA), Hans-Joachim Hespos, Samir-Odeh Tamimi (UA), Damian Scholl (UA), Younghi Pagh-Paan (UA), Georg Katzer (UA), Lisa Streich (UA), Daniel Cueto (UA), Atli Ingólfsson (UA)

ensemble 20/21 unter der Leitung von David Smeyers

ensemble 20/21 mit David Smeyers (Zweiter von rechts) vor der Hochschule für Musik in Köln (Deutschlandradio / Thomas Kujawinski)ensemble 20/21 mit David Smeyers (Zweiter von rechts) (Deutschlandradio / Thomas Kujawinski)


"Die Gegenwart wird bald Vergangenheit sein. Die alte Ordnung schwindet. Denn die Zeiten ändern sich." - Einer ganzen Generation sprach der junge Rockstar Bob Dylan in den 60er-Jahren aus der Seele. Heute, über 50 Jahre später, fragt das Kölner ensemble 20/21: "The Times, Are They a-Changin'?"

Farzia Fallah (Hassan Sheidaei)Farzia Fallah (Hassan Sheidaei)Die Frage des Wandels zieht sich wie ein roter Faden durch das Konzertprogramm. Mit diesem begeht das ensemble 20/21 sein zehnjähriges Jubiläum als Partner des Forum neuer Musik. Verschiedene Komponisten schrieben eigens neue Werke dafür. Farzia Fallah komponierte im Auftrag des Deutschlandfunks.

Altes Pfandhaus, Köln - 19:30 Uhr - Im Dialog

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Mit Fatima Alhassan und Florian Rommel
Ein Projekt der Cusanus Studierendengemeinschaft e.V.

Ausgehend vom heutigen Wissen über die Globalisierung sowie die vom homo oeconomicus beförderten globalen Klimaveränderungen, ist es für sie naheliegend, aus anderer Perspektive auf "1968" und seine Folgen zu blicken. Florian Rommel hat längere Zeit in China verbracht, Fatimata Alhassan ist in Ghana geboren und hat dort studiert. Aus ihren Erfahrungen heraus skizzieren beide im Dialog, wie sich die westliche Bewegung der Achtundsechziger in Ostasien und in Westafrika mit postkolonialen Perspektiven und der Entfaltung neoliberalen Wirtschaftens verbindet. 

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