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Frankreich146 Schüler festgenommen

Polizisten beziehen in Marseille Stellung gegen Studentenproteste. (AFP/JULIEN)
Polizisten beziehen in Marseille Stellung gegen Studentenproteste. (AFP/JULIEN)

In Frankreich sind Schülerproteste in Gewalt umgeschlagen.

Wie die Polizei mitteilte, wurden nach Ausschreitungen vor einem Gymnasium in einem Ort nahe Paris 146 Schüler festgenommen. Sie sollen vorher randaliert haben. In Marseille und Bordeaux zündeten Demonstranten Mülltonnen und Autos an. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei. Landesweit wurden rund 200 Schulen und vereinzelt auch Universitäten bestreikt. Der Präsident der Nationalen Schülerunion, Boyard, rief zum Gewaltverzicht auf. Die Schüler wollen mit dem Protest ihre Sorge vor härteren Auswahlkriterien beim Hochschulzugang und Kürzungen beim Lehrpersonal zum Ausdruck bringen.

Seit Mitte November demonstrieren die sogenannten Gelbwesten in Frankreich. Der ursprünliche Protest gegen geplante Steuererhöhungen auf Benzin und Diesel hat sich inzwischen auch auf andere Bereiche wie die Bildungspolitik ausgeweitet. Für Samstag wird mit erneuten Ausschreitungen bei Protesten im ganzen Land gerechnet. Rund 65.000 Sicherheitskräfte wurden mobilisiert. Erstmals gibt es auch Kundgebungen vor dem Pariser Amtssitz von Macron.