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FrankreichAttentäter gesteht Anschläge: "War nicht persönlich gegen jemanden gerichtet"

Paris: Sicherheitskräfte patrouillieren vor dem Justizpalast, in dem der Prozess um die Attentate vom 13. November 2015 stattfindet.  (AP/ Francois Mori)
Terrorprozess um Attentate in Paris (AP/ Francois Mori)

Der Hauptangeklagte im Prozess um die Pariser Attentate vom November 2015, Abdeslam, hat sich erstmals zur Tat bekannt.

Die Anschläge auf die Konzerthalle Bataclan, Restaurants und Cafés und das Stade de France seien eine Vergeltung für französische Luftangriffe in Syrien und im Irak gewesen, sagte er. Sie seien nicht persönlich gegen jemanden gerichtet gewesen. Diese Äußerung sorgte für Unruhe im Saal. Einige der anwesenden Nebenkläger fingen an zu weinen. Bei den Anschlägen waren 130 Menschen getötet worden. 350 weitere wurden verletzt. Insgesamt sind in dem Prozess, der bis Mai nächsten Jahres dauert, 20 Männer angeklagt, die bei der Organisation der Anschläge und bei der Flucht Abdeslams geholfen haben sollen.

Diese Nachricht wurde am 15.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.