Mittwoch, 30.09.2020
 
Seit 10:08 Uhr Länderzeit
StartseiteSport AktuellEhemalige Profireiterin klagt sexuellen Missbrauch an14.02.2020

FrankreichEhemalige Profireiterin klagt sexuellen Missbrauch an

Sie sei "Beute und Opfer" gewesen: Mit diesen Worten wandte sich Amelie Queguiner via Facebook an die Öffentlichkeit. Die ehemalige französische Profireiterin erklärte, als Jugendliche und junge Frau von ihrem Trainer und zwei weiteren Personen sexuell missbraucht worden zu sein.

Von Jürgen König

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Schattenwurf von Reiter mit Pferd. (imago sportfotodienst)
Vom Reittrainer missbraucht: Die frühere Profireiterin Amelie Queguiner hat sich mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit gewendet. (imago sportfotodienst)
Mehr zum Thema

Whistleblowing über sexualisierte Gewalt Überleben und darüber sprechen

Eishockey Debatte um Machtmissbrauch in der NHL

Sexualisierte Gewalt "Dürfen die Opfer in der Not nicht alleine lassen"

Sexualisierte Gewalt Die Verantwortung des organisierten Sports

Sport und Missbrauch in Südkorea "Viele denken, das sei der Preis für den Erfolg"

Es waren die Ende Januar bekanntgewordenen Berichte über sexuellen Missbrauch im französischen Eiskunstlauf, die Amelie Queguiner den Mut gaben, sich nun ihrerseits an die Öffentlichkeit zu wenden. In einem Brief an den französischen Reiterverband, FFE, erklärte die frühere Profireiterin, in den 80er-Jahren als Jugendliche von ihrem "Trainer und zwei weiteren Personen sexuell missbraucht" worden zu sein.

Mit Bezug auf den Trainer, der zugleich ihr Stiefvater war, schreibt Amelie Queguiner: "Ich stand ihm zur Verfügung, war ihm ausgeliefert, mehrmals in der Woche. Es geschah immer heimlich, fünf Minuten hinter einer Tür, immer mit Gewalt. Es war eine Qual. Es dauerte, bis ich 24 war."

Auf Facebook wandte sich Amelie Queguiner direkt an Verbandspräsident Serge Lecomte: "Beute und Opfer" sei sie gewesen. Schon 2018 hatte Amelie Queguiner ihren früheren Trainer verklagt, nun erhob sie Anklage auch gegen die beiden anderen Männer. Reaktionen auf die Äußerungen von Amelie Queguiner liegen noch nicht vor.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk