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FrankreichMacron kündigt schärferes Vorgehen gegen Sexualverbrechen an Kindern an

Die Schrift ist auf mehrere Blätter geschrieben, die an die Wand geklebt wurden. Darunter läuft eine Person mit einem Handy vorbei. (dpa / AP / Francois Mori)
Ein Grafitto an einer Wand in Paris heißt übersetzt: "Duhamel und die anderen, ihr werdet nie Ruhe finden". (dpa / AP / Francois Mori)

Frankreichs Präsident Macron hat ein schärferes Vorgehen gegen Sexualverbrechen an Kindern angekündigt.

Er sagte in einem auf Twitter veröffentlichten Video, man werde die Gesetze anpassen, um Kinder besser vor Inzest und sexualisierter Gewalt zu schützen. Die Täter müssten auch Jahrzehnte später bestraft werden. Derzeit gilt eine Verjährungsfrist von 30 Jahren. Es gibt auch Forderungen, die Verjährung ganz abzuschaffen.

In den vergangenen Wochen hatten tausende Franzosen im Internet von sexuellen Übergriffen in Familien berichtet. Ausgelöst wurde dies durch ein Buch der Juristin Kouchner über Missbrauch in ihrer Familie. Sie wirft darin ihrem Stiefvater, dem Politikwissenschaftler Duhamel vor, ihren Zwillingsbruder missbraucht zu haben.

Diese Nachricht wurde am 24.01.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.