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FrankreichMacron verteidigt Recht auf Blasphemie

Die Zeitung "Charlie Hebdo" im Verkaufsständer  (picture-alliance/Hollandse Hoogte/Harold Versteeg )
Die Zeitung "Charlie Hebdo" im Verkaufsständer (picture-alliance/Hollandse Hoogte/Harold Versteeg )

Vor dem Beginn des Prozesses um den islamistischen Anschlag auf die Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" hat der französische Präsident Macron das Recht auf Blasphemie in seinem Land verteidigt.

Dies sei in Frankreich durch die Gewissensfreiheit abgedeckt, sagte Macron. Seine Rolle als Präsident sei es, diese Freiheit zu schützen.

In dem Prozess sind 14 Personen angeklagt, drei von ihnen in Abwesenheit. Sie werden als Helfer beschuldigt. Die Attentäter ermordeten im Januar 2015 elf Personen und wurden später von der Polizei erschossen. Die Beschuldigten sollen zudem den Anschlag auf einen von Juden besuchten Supermarkt unterstützt haben, bei dem vier Menschen und der Attentäter getötet wurden.

"Charlie Hebdo" veröffentlicht zum Prozessbeginn erneut die Mohammed-Karikaturen, die 2005 erstmals von der dänischen Tageszeitung "Jyllands-Posten" abgedruckt und 2006 von "Charlie Hebdo" nachgedruckt worden waren. Weltweit fühlten sich damals viele Muslime dadurch provoziert.

Diese Nachricht wurde am 02.09.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.