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FrankreichRegierung will Kostenübernahme bei homöopathischen Mitteln beenden

Globuli, ein homöopathisches Mittel (imago / Christian Ohde)
Die Menschen in Frankreich müssen bald homöopathische Mittel komplett selbst bezahlen. (imago / Christian Ohde)

Die französische Regierung hat angekündigt, die teilweise Erstattung von Homöopathie durch die Krankenkassen zu beenden.

Gesundheitsministerin Buzyn sagte der Zeitung "Le Parisien", ab dem kommenden Jahr werde die bisherige Kostenübernahme von 30 Prozent auf 15 Prozent reduziert. Im Jahr 2021 werde die Erstattung dann komplett gestoppt. Buzyn betonte, sie setze damit eine Empfehlung der Obersten Gesundheitsbehörde HAS um. Diese war in einem Bericht zu dem Ergebnis gekommen, dass homöopathische Mittel wissenschaftlich gesehen nicht ausreichend wirksam seien. Daher sei eine Erstattung nicht gerechtfertigt.

Die HAS hat nach eigenen Angaben neun Monate lang fast 1.200 homöopathische Arzneimittel untersucht und Tausende wissenschaftliche Publikationen analysiert.

Auch in Deutschland wird immer wieder über die Homöopathie debattiert und darüber, ob die Allgemeinheit die Kosten für eine solche Behandlung tragen muss. Hierzulande ist Homöopathie zwar kein Bestandteil des gesetzlichen Leistungskatalogs der Krankenkassen. Allerdings erstatten viele Kassen ihren Versicherten die Behandlungskosten, weil es eine entsprechende Nachfrage gibt.