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FrankreichVorwürfe im Reitsport und beim Handball

Die Ex-Profireiterin Amelie Queguiner vor einem Bild eines Pferdes mit Reiter im Sprung.  (AFP/MEHDI FEDOUACH )
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Sportlerinnen in Frankreich haben mit unterschiedlichen Vorwürfen für Aufruhr gesorgt.

Die ehemalige Profireiterin Amelie Queguiner erklärte in einem Brief an den nationalen Reiterverband FFE, dass sie in den 80er-Jahren als Jugendliche von mehreren Tätern sexuell missbraucht worden sei. Gegen ihren Trainer und Stiefvater hatte sie bereits vor zwei Jahren Anzeige erstattet, nun folgten Anzeigen gegen zwei weitere Männer, die sie ebenfalls trainierten. Bestärkt worden sei sie durch Berichte über Missbrauch im französischen Eiskunstlauf, die Ende Januar bekannt geworden waren.

Die französische Vereinigung der professionellen Handballspielerinnen und -spieler, AJPH, teilte mit, dass in der ersten Liga Spielerinnen ohne ihre Zustimmung auf eine mögliche Schwangerschaft getestet worden seien. Diese Art der Kontrolle sei illegal und inakzeptal, betonte die Gewerkschaft. Beschuldigt wird das Team von Nantes, momentan Dritter in der Liga. Dessen Präsident Arnaud Ponroy bezeichnete die Vorwürfe im Medium "L´Equipe" als "debil und unredlich". Der Mannschaftsarzt müsse natürlich darüber bescheid wissen, ob eine Spielerin schwanger sei oder nicht, er mache lediglich seine Arbeit. Selbstverständlich hätten die Frauen darüber Bescheid gewusst.