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Französischer NationalfeiertagParade und Proteste

Anhänger der Gelbwesten-Bewegung protestieren nach der Militärparade vor dem Arc de Triomphe in Paris (AFP / Kenzo TRIBOUILLARD)
Proteste nach der Militärparade in Paris (AFP / Kenzo TRIBOUILLARD)

In Paris ist es nach der Militärparade anlässlich des französischen Nationalfeiertags zu Ausschreitungen gekommen. Nach Angaben der Polizei wurden mehr als 150 Menschen festgenommen. Anhänger der Gelbwesten hatten versucht, Barrikaden zu errichten und die Champs-Élysées zu besetzen. Die Polizei setzte Tränengas ein.

Innenminister Castaner verurteilte die Aktionen der Demonstranten. Am Nationalfeiertag sei die Nation vereint, betonte Castaner. Dies sollte respektiert werden. Am 14. Juli wird in Frankreich an den Sturm auf die Bastille im Jahr 1789 erinnert. Das Ereignis wurde zum Symbol der französischen Revolution.

Bei der traditionellen Militärparade zogen Abordnungen zahlreicher Streitkräfte die Champs-Élysées entlang, darunter auch die deutsch-französische Brigade. An der Flugschau beteiligten sich Bundeswehr-Hubschrauber und ein deutsches Transportflugzeug. Eine Attraktion war die Präsentation einer fliegenden Plattform mit Miniatur-Düsentriebwerken. Der französische Jetski-Weltmeister Franky Zapata überflog mit dem Gerät rund eine Minute lang die Champs-Elysées.

Bundeskanzlerin Merkel, die neben anderen Staats- und Regierungschefs die Parade von der Ehrentribüne aus beobachtete, sagte, sie sehe die Einladung als eine große Geste in Richtung der europäischen Verteidigungspolitik.

Macron kündigt militärisches Weltraumkommando an

Gestern hatte Macron aus Anlass des Nationalfeiertags den Aufbau eines militärischen Weltraumkommandos angekündigt. Es werde innerhalb der Luftwaffe entstehen und die Verteidigung Frankreichs auch im All sicherstellen, so der französische Präsident. Der Weltraum sei ein neuer Ort der Konfrontation. Macron zufolge soll das Projekt bereits im September starten. Die geschätzten Kosten für das Vorhaben nannte er nicht. Die französische Verteidigungsministerin Parly hatte bereits im vergangenen Jahr erklärt, ihr Land wolle bei der Militarisierung des Weltraums eine Rolle spielen.

Auch die USA, Russland und China rüsten auf

Im Juni hatte die Nato eine Weltraum-Strategie beschlossen. Die US-Regierung will eine eigene Teilstreitkraft für Verteidigung im Weltall einrichten. Sie argumentiert mit einer zunehmendenen Bedrohung im und aus dem All durch Russland und China, die ebenfalls ihre militärischen Fähigkeiten ausbauen. Bei den Überlegungen geht es etwa um Angriffe auf strategisch wichtige Satelliten oder einen Einsatz von Waffen im All.