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Frauenquote für VorständeWirtschaftsminister zufrieden, Kritik von den Grünen

Jahrespressekonferenz der Volkswagen AG im März 2019: Vier Vorstandsmitglieder sitzen nebeneinander, unter ihnen eine einzige Frau - Hiltrud Dorothea Werner. Zu sehen sind nur die übereinandergeschlagenen Beine der Personen. (dpa/Christophe Gateau)
Jahrespressekonferenz der Volkswagen AG im März 2019: Vier Vorstandsmitglieder sitzen nebeneinander, unter ihnen eine einzige Frau - Hiltrud Dorothea Werner. (dpa/Christophe Gateau)

Bundeswirtschaftsminister Altmaier trägt die Einigung in der Großen Koalition mit, die eine Frauenquote in Vorständen größerer Unternehmen festschreibt.

Der CDU-Politiker sagte dem Deutschlandfunk, es sei heute nicht mehr vermittelbar, dass es Vorstände gebe, in denen keine Frau vertreten sei. Insofern sei es richtig, dass die Koalition hier den nächsten Schritt tue. Vereinbart wurde, dass in Vorständen börsennotierter Unternehmen und paritätisch mitbestimmter Unternehmen mit mehr als drei Mitgliedern ein Mitglied eine Frau sein soll.

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Fratzscher, sprach von einer Entscheidung mit hoher Signalwirkung auf dem Weg zu Gleichstellung und Chancengleichheit in Deutschland.

Grüne: "Keine Quote, sondern Mindestbeteiligung"

Die Grünen werteten die Einigung der Koalition dagegen als "zaghaften Schritt". Von einer verbindlichen Frauenquote könne keine Rede sein, betonte die Sprecherin für Frauenpolitik der Grünen im Bundestag, Schauws. Was SPD und Union jetzt vollmundig als Quote für Vorstände angekündigt hätten, könne höchstens als Mindestbeteiligung bezeichnet werden.

Diese Nachricht wurde am 21.11.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.