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"Fridays for future"Zehntausende demonstrieren für das Klima

Tausende Schüler, einige halten Plakate mit Aufschriften wie "Make earth cool again". (dpa/Carsten Koall)
Demonstrationen unter dem Motto "Fridays for Future" in Berlin (dpa/Carsten Koall)

Am internationalen Schulstreik für das Klima haben sich bundesweit mehrere zehntausend Menschen beteiligt.

In München demonstrierten nach Angaben der Veranstalter 8.000 Teilnehmer, in Berlin waren es bis zum Mittag rund 5.000. Weitere große Demonstrationen gab es unter anderem in Köln, Freiburg, Stuttgart, Dresden, Bremen und Kassel. Für Niedersachsen wurde eine Gesamtzahl von 9.000 Teilnehmern genannt.

Angekündigt waren Kundgebungen und Aktionen von Schülerinnen und Schülern in mehr als 220 Orten in Deutschland. Nach Angaben der Organisatoren hat sich die Bewegung inzwischen auf rund 100 Länder der Welt ausgeweitet. Mehrere tausend Teilnehmer kamen unter anderem in Stockholm und in Rom zusammen. Proteste gab es diesmal auch in Sydney, Bangkok, Neu Delhi und Hongkong. Umwelt- und Entwicklungsorganisationen unterstützten die Aktionen.

Grünen-Fraktionschef Hofreiter verteidigt Proteste

Die seit Wochen andauernden Proteste haben hierzulande auch Kritik ausgelöst, weil sie während der Schulzeit stattfinden. Der Fraktionschef der Grünen im Bundestag, Hofreiter, verteidigte die Streiks. Die Diskussion darüber, ob die Aktionen an Freitagen während der Schulzeit stattfinden dürften, zeige, dass man das Anliegen der Schüler nicht ernst nehme und von den wirklichen Problemen ablenken wolle, sagte Hofreiter im Deutschlandfunk. Es gehe hier nicht um die Schulpflicht, sondern darum, dass die verantwortlichen Politiker den jungen Menschen ihre Zukunft wegnähmen.

Vorbild für die Jugendlichen ist die 16-jährige Greta Thunberg, die im vergangenen Jahr damit begonnen hatte, vor dem Parlament in Stockholm für einen stärkeren Einsatz Schwedens gegen den Klimawandel zu demonstrieren.