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FriedensgesprächeGefangenenaustausch im Jemen geplant

Der UNO-Sondergesandte für den Jemen, Martin Griffiths (l.),  schüttelt die Hände jemenitischer Delegierter. (AFP/TT News Agency/STJERNKVIST)
Der UNO-Sondergesandte für den Jemen, Martin Griffiths (l.), vermittelt bei den Friedensgesprächen nahe Stockholm. (AFP/TT News Agency/STJERNKVIST)

Nach jahrelangem Krieg im Jemen haben Friedensgespräche in der Nähe der schwedischen Hauptstadt Stockholm begonnen.

Der UNO-Sondergesandte Griffiths erklärte, er sei sicher, dass die Beteiligten eine Botschaft des Friedens senden würden. Das Zustandekommen der Gespräche wertete er als Meilenstein. Griffiths kündigte ferner die Unterzeichnung einer Einigung über einen Gefangenenaustausch an. Dadurch würden Tausende Familien wieder vereint. Die schwedische Außenministerin Wallström rief die Kriegsparteien auf, das Blutvergießen zu beenden. Die Menschen im Jemen warteten schon lange darauf.

Nach Angaben der UNO sind direkte Gespräche der Kriegsparteien nicht geplant. Griffiths wird mit der Delegation der Regierung und den Huthi-Rebellen getrennt beraten.

Im Jemen gibt es seit 2015 eine Militärintervention. Dabei stehen sich die von einer saudiarabischen Militärallianz gestützte Regierung und pro-iranische Huthi-Milizen gegenüber. In dem Konflikt kamen bislang mehr als 10.000 Menschen ums Leben, über zwei Millionen wurden vertrieben. Mehr als acht Millionen Menschen hungern.