Die Nachrichten
Die Nachrichten

FußballDFB-Nationalspielerinnen: Zeit noch nicht reif für gleiche Prämien

Sara Däbritz im Länderspiel Deutschland - Belgien am 21.02.2021 im Tivoli in Aachen  (Revierfoto)
Sara Däbritz (Revierfoto)

Vor den Länderspielen gegen Australien und Norwegen fordern die deutschen Fußballerinnen Sara Däbritz und Lena Oberdorf bessere Bedingungen für den Frauenfußball.

In Australien und Norwegen erhalten die Nationalspielerinnen die gleichen Geldsummen wie ihre männlichen Kollegen. Doch in Deutschland müssten sich erst die Strukturen verbessern, damit sich dann auch die Prämien der Männer- und Frauen-Nationalteams angleichen könnten, so Däbritz und Oberdorf. Die beiden Nationalspielerinnen äußerten sich auf einer Online-Pressekonferenz vor den Länderspielen gegen Australien am Samstag (16.10 Uhr/ARD) und am Dienstag gegen Norwegen (16.00 Uhr/ZDF) in Wiesbaden.

"Wir sind da in einem Prozess und sollten nicht zu schnell zu viel erwarten", sagte die Wolfsburgerin Oberdorf. Zu den Rahmenbedingungen, die geschaffen werden müssen, zählt sie unter anderem eine höhere Fernsehpräsenz. Die bekomme man erst, "wenn nicht nur vier Clubs professionell arbeiten, sondern acht bis zehn", so Oberdorf.

Auch die bei Paris Saint Germain in Frankreich unter Vertrag stehende Däbritz sieht das so. "Man kann das kaum länderübergreifend vergleichen. Wichtig ist, dass alle deutschen Spielerinnen ähnliche, vor allem professionelle Bedingungen auch im Ligaalltag haben." Auch die Frauen sollten vom Profi-Fußball leben können und nicht noch nebenbei arbeiten müssen, so Däbritz.

Diese Nachricht wurde am 08.04.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.