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FußballFIFA-Präsident will "Korruption" in Ethik-Code aufzunehmen

FIFA-Präsident Gianni Infantino während der Tagung des Asiatischen Fußball-Verbands AFC in Kuala Lumpur, Malaysia. (AFP - Mohd Rasfan)
FIFA-Präsident Gianni Infantino (AFP - Mohd Rasfan)

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat angekündigt, dass der Kampf gegen Korruption nun auch wieder wortwörtlich im Ethikcode des Fußball-Weltverbandes verankert wird.

"Sie können dick und fett aufschreiben: Ich werde beim nächsten Kongress fordern, dass dieses Wort wieder reingeschrieben wird, weil wir keine Korruption in der FIFA dulden", sagte der 48-Jährige in einem Pressegespräch der Schweizer Zeitung Blick. Infantino war unter anderem vom deutschen Richter Hans-Joachim Eckert, bis Mai 2017 Vorsitzender in der FIFA-Ethikkommission, kritisiert worden, weil der Begriff in der deutschen, englischen und spanischen Version des Ethikcodes nach einer Anpassung nicht mehr auftaucht. Die FIFA begründete das mit "sprachlichen Gründen", die keine wesentlichen Auswirkungen auf tatsächliche Verstöße hätten. Der neue Ethikcode sei zudem "strenger" wenn es um Bestechung gehe.

Bei den kürzlich bekannt gewordenen "Football Leaks" war bekannt geworden, dass Infantino offenbar massiv inhaltlichen Einfluss auf die Formulierung des neuen Ethikcode genommen hat, obwohl dieser auch ihn in seiner Funktion als FIFA-Präsidenten kontrollieren soll. Dabei soll das Wort "Korruption" gestrichen worden sein.