Sonntag, 18.11.2018
 
StartseiteSport AktuellFohlen auf dem Weg nach China16.10.2018

FußballFohlen auf dem Weg nach China

Borussia Mönchengladbach – das ist kein einfacher oder prägnanter Name für einen Nicht-Muttersprachler. Deswegen nennt sich der Fußball-Bundesligist in China „Mén Xìng“. Um diesen Namen als Fußball-Marke in China bekannter zu machen, hat der Bundesligaverein ein Büro in Shanghai eröffnet.

Von Steffen Wurzel

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Das Maskottchen von Borussia Moenchengladbach Juenter schwenkt eine Fahne beim Spiel Borussia Moenchengladbach vs. Bayer 04 Leverkusen, Fussballplatz (imago sportfotodienst)
Borussia Mönchengladbach hat in Shanghai ein Büro eröffnet. (imago sportfotodienst)
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Es ist das erste Auslandsbüro von Borussia Mönchengladbach. Von Shanghai aus will der Verein in China Fußball-Aufbauarbeit leisten, zum Beispiel in der Fünfmillionen-Einwohnerstadt Suqian, nordwestlich von Shanghai. Peter Hambüchen, zuständig fürs internationale Geschäft bei dem Verein:

"Wir erarbeiten für Suqian die kompletten Konzepte, wie man den Fußball in der Stadt implementieren kann. Zwei Sportberater werden vor Ort sein um Lehrer zu schulen, damit die Kinder Spaß daran entwickeln, Fußball spielen zu wollen."

Fußball als eine Art chinesisches Staatsziel

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat Fußball zu einer Art Staatsziel erklärt. Er will aus dem bevölkerungsreichsten Land der Welt eine echte und erfolgreiche Fußballnation machen. Deutsche Vereine können und wollen davon profitieren. Schalke, Dortmund, die Bayern und Wolfsburg haben schon Büros in China, nun eben auch Borussia Mönchengladbach. Peter Hambüchen:

"Das Gute ist, dass in China sehr viel Geld zu Verfügung steht für solche Projekte. Wir liefern ein gutes Qualitätsprodukt. Davon finanzieren wir unseren China-Auftritt insgesamt. Unser Konzept ist, dass wir eine China-Einheit aufbauen, die sich irgendwann selbst trägt."

Geplante Nachwuchsarbeit

Zur Büro-Eröffnung ist auch Rainer Bonhof nach China gereist. Der Gladbach-Mittelfeldstar der 1970er Jahre ist heute Vizepräsident des Vereins. Er betont, dem Bundesligisten gehe es in China nicht nur ums Geld, sondern auch um langfristige Nachwuchsarbeit:

"Da wir die Fohlen-Philosophie vertreten, wissen wir, wie Talente geschmiedet werden. Das könnte für China ein guter Weg sein." 

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