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Fußball-NationalmannschaftDFB will nicht mehr in Ländern antreten, die Frauen diskriminieren - und die WM in Katar?

Fritz Keller (Patrick Seeger / dpa )
Der neue DFB-Präsident Fritz Keller will eine Wertediskussion im deutschen Fußball anstoßen. (Patrick Seeger / dpa )

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft will künftig bei der Auswahl von Länderspielreisen stärker die politische und gesellschaftliche Lage im Gastgeberland berücksichtigen.

So soll das Team nicht mehr in Ländern antreten, in denen Frauen nicht gleichberechtigt seien und ihnen nicht frei von Diskriminierung Zugang zu Fußballstadien oder anderen Sportstätten gewährt werde, heißt es in einer Beschlussvorlage des neuen DFB-Präsidenten Keller, die einstimmig vom Präsidium verabschiedet wurde. Keller schrieb in einem Gastbeitrag für die Zeitung "Die Welt", innerhalb des deutschen Fußballs müsse man darüber diskutieren, welche Werte unverhandelbar seien. Dazu zählten natürlich Frauenrechte.

In sozialen Netzwerken wurde die Frage aufgeworfen, ob Deutschland dann überhaupt an der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar teilnehmen könne. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International werden in dem Emirat Frauenrechte konsequent missachtet. Dies bestätigt auch die Organisation Human Rights Watch. Das katarische Personenstandsgesetz diskriminiere Frauen bei Eheschließungen, Scheidungen, beim Sorgerecht und bei Erbschaften, heißt es.