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Fußball-WMAmnesty International spricht sich gegen Boykott des Turniers in Katar aus

Das Al-Wakrah-Stadion im Gastgeberland der Fußball-WM 2022, Katar. (dpa / picture allaiance / Sharil Babu)
Das Al-Wakrah-Stadion im WM-Gastgeberland Katar. (dpa / picture allaiance / Sharil Babu)

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat sich in der Debatte um die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar gegen einen Boykott des Turniers ausgesprochen.

Die internationale Aufmerksamkeit bei der WM Ende 2022 müsse genutzt werden, um auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen, so eine Amnesty-Sprecherin gegenüber den Zeitungen der "Funke-Mediengruppe". Die Rechte von Arbeitsmigranten in Katar seien prekär, und ausbeuterische Arbeitgeber würden von der Regierung nicht sanktioniert. Es komme nun darauf an, dass Reformen auch über die Weltmeisterschaft hinaus langfristig zu Verbesserungen in dem Golfstaat führten.

Mehrere deutsche Politiker hatten zuvor erneut einen Boykott der Fußball-WM in Katar ins Gespräch gebracht. Hintergrund der Debatte ist neben Menschenrechtsfragen auch die umstrittene Beziehung der katarischen Regierung zu den Taliban in Afghanistan.

Diese Nachricht wurde am 15.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.