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Fußball-WMSexismus größeres Problem als Rassismus

Fans spielen während der WM Fussball auf dem Roten Platz. (imago sportfotodienst)
Fans spielen während der WM Fussball auf dem Roten Platz. (imago sportfotodienst)

Nach Ansicht des Anti-Diskriminierungsnetzwerks Fare war Sexismus bei der Fußball-WM in Russland ein größeres Problem als Rassismus.

Es habe mehr als 30 Vorfälle außerhalb der Stadien gegeben, in denen vor allem russische Frauen, aber auch Reporterinnen von Fans sexistisch belästigt worden seien, berichtete Piara Powar, Fare-Geschäftsführer in Moskau. Die Zahl müsse man allerdings als relativ geringe ansehen - auch wenn die Dunkelziffer wahrscheinlich höher liege. Insgesamt zog die Dachorganisation für den Kampf gegen Diskriminierung im Fußball ein weitgehend erfreuliches Fazit der WM. Die Erfahrungen seien zum Teil sehr positiv gewesen, sagte Powar. Es habe beispielsweise keine Berichte über rassistische Vorfälle gegeben. Powar lobte bei seiner Turnierbilanz vor allem die Menschen in Russland. Sie seien sehr gastfreundlich und warmherzig gewesen.

Diese Nachricht wurde am 12.07.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.